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Hintergrund

Südkorea nach erster Erkrankung mit neuem Coronavirus aus China alarmiert

#Thema des Tages l 2020-01-21

Nachrichten

ⓒ KBS News

In Südkorea nimmt die Besorgnis über die Ausbreitung eines neuartigen Coronavirus aus China zu, das eine Lungenentzündung auslöst.  


Experten für Infektionskrankheiten sagen, dass es zu weiteren Infektionsfällen in Südkorea kommen könnte. Denn die in Wuhan ausgebrochene rätselhafte Lungenkrankheit, die sogenannte Wuhan-Lugenentzündung, breitet sich nun schnell auf weitere Regionen in China und auch andere Länder aus. Besorgnis erregend ist, dass mehrere Hundert Millionen Chinesen bald anlässlich des Neujahrsfests unterwegs sein werden. Auch nach Südkorea werden viele Chinesen reisen. Zudem wurde inzwischen festgestellt, dass das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar ist. 


Das größte Risiko ist, dass Erkrankte während der Inkubationszeit keine Symptome zeigen und daher bei der Quarantänekontrolle unentdeckt bleiben könnten. Die Passagiere und Flugbegleiter aus Wuhan werden einer gründlichen Quarantänekontrolle unterzogen. Jedoch kann auch ein Erkrankter nicht auffallen, sollte er keine verdächtigen Symptome wie Fieber oder Husten zeigen. Es könnte auch Menschen geben, die solche Symptome auf eine Erkältung zurückführen und zu fiebersenkenden Medikamenten greifen. 


In China wurden inzwischen Erkrankungsfälle nachgewiesen, bei denen das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Auch wurden viele Mediziner infiziert. In Wuhan in der Provinz Hubei wurde inzwischen der vierte Todesfall gemeldet. Die Lungenkrankheit breitete sich inzwischen auf weitere Regionen in China aus, darunter Peking, Schanghai und die Provinz Guangdong. In der Volksrepublik wurden bereits über 200 Infektionsfälle bestätigt. Die chinesischen Gesundheitsbehörden hatten bislang nur mitgeteilt, dass die Möglichkeit der Übertragung von Mensch zu Mensch nicht ausgeschlossen werden könne. Dann hieß es am Montag, dass es sich bei einigen Fällen sicherlich um eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung handele. 14 Menschen, die medizinisches Personal seien, hätten sich bei einem Patienten angesteckt. 


Als Quelle des neuen Virusausbruchs gilt der Huanan Fischmarkt in Wuhan, wo auch Wildtiere geschlachtet und verkauft werden. Die chinesischen Gesundheitsbehörden teilten mit, dass bei dort entnommenen Proben ein neuartiges Coronavirus entdeckt worden sei. Daher wurde es für sehr wahrscheinlich gehalten, dass das Virus von Wildtieren auf Menschen übertragen wurde. Inzwischen wurde jedoch die Mensch-zu-Mensch-Übertragung nachgewiesen, was bedeutet, dass eine rasche Ausbreitung denkbar ist. 


Angesichts der ernsthaften Lage forderte Chinas Staatspräsident Xi Jinping nun entschlossene Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich angespannt, weil nach Thailand und Japan auch in Südkorea ein Infektionsfall bestätigt wurde. Die WHO berief wegen der Lungenkrankheit ihren Notfallausschuss ein. Am Mittwoch wird darüber beraten, ob eine internationale Notlage ausgerufen werden soll.  


Die Übertragbarkeit des neuen Coronavirus soll geringer als die des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms, SARS, sein. Coronaviren sind als Auslöser von Atemwegserkrankungen bei Menschen und Tieren bekannt. Sie können auch Infektionskrankheiten wie SARS und MERS verursachen. Verdächtige Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Husten und Atemnot. Solche Symptome sind denen der Erkältung und weiterer Atemwegserkrankungen ähnlich. Daher besteht die Gefahr, Symptome der Infektion mit dem neuen Coronavirus nicht als solche zu erkennen. Südkorea ist eines der beliebtesten Reiseziele für Chinesen während ihrer Neujahrsfeiertage. Es besteht daher die große Gefahr, dass sich die Lungenentzündung aus Wuhan in Südkorea weiter ausbreitet. 

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