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Hintergrund

Lee Jae-myung ist Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei

#Themen der Woche l 2021-10-16

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Der Gouverneur der Provinz Gyeonggi, Lee Jae-myung, ist Präsidentschaftskandidat der regierenden Minjoo-Partei Koreas.


Lee setzte sich mit 50,29 Prozent der Stimmen im Nominierungsverfahren durch, das vom 4. September bis 10. Oktober stattfand.


Der Ausschuss für Parteiangelegenheiten der Regierungspartei hatte am Mittwoch einen vom Zweitplatzierten Lee Nak-yeon erhobenen Einwand gegen das Wahlergebnis nach einer Überprüfung zurückgewiesen und Lee Jae-myung als Präsidentschaftskandidaten offiziell bestätigt.


Der frühere Parteivorsitzende hatte Beschwerde eingelegt, weil nach seiner Meinung die Stimmen von vorzeitig aus dem Vorwahl-Rennen ausgestiegenen Bewerbern für das Endergebnis berücksichtigt werden müssten. In diesem Fall hätte Lee Jae-myung weniger als 50 Prozent der Stimmen erhalten, was eine Stichwahl erforderlich machen würde.


Angesichts des erstmaligen Widerstands gegen ein Vorwahlergebnis wurde befürchtet, dass es zu einem parteiinternen Zwist kommen würde. Um einen Konflikt zu verhindern, wurde der Ausschuss für Parteiangelegenheiten unverzüglich einberufen. Auf dessen Entscheidung, die Forderung nach einer Stichwahl nicht zu akzeptieren, hatte Lee Nak-yeon seine Niederlage anerkannt.


Lee Jae-myung wurde als Sohn eines Bauern in Andong, in der Provinz Nord-Gyeongsang, geboren. Nach seinem Grundschulabschluss verdiente er sich seinen Unterhalt als Arbeiter in einer Fabrik in Seongnam und erwarb im Selbststudium den Mittel- und Oberschulabschluss. Er studierte danach Rechtswissenschaften und wurde Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Menschenrechte.


Als Bürgermeister von Seongnam zeigte er großen Tatendrang und Entschlossenheit bei der Durchsetzung von sozialen Programmen. Mit seiner unverblümten, gegen politische Widrigkeiten gerichteten Rhetorik gewann er die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit. Bei der Präsidentschaftswahl in Südkorea 2017 unterlag Lee in der parteiinternen Vorwahl Moon Jae-in und wurde hinter Ahn Hee-jung Dritter. Am 1. Juli 2018 trat er sein Amt als Gouverneur der Provinz Geonggi an.


Lee plädiert für den Ausbau des Sozialstaates. Auf seiner Agenda stehen die Einführung eines Grundeinkommens, mehr Sozialwohnungen und ein inklusives und leicht zugängliches Finanzsystem. Er trat gegen die Einwände der zentralen Finanzbehörde konsequent dafür ein, dass Coronahilfen allen Bürgern gewährt werden.


Entgegen der Erwartung, Lee werde beim Auswahlverfahren eine überwiegende Mehrheit der Stimmen erhalten, konnte der 56-Jährige nur eine knappe Mehrheit erzielen. Beobachter sehen den Grund dafür in dem von der Opposition vorgebrachten Vorwurf, er sei in einen mutmaßlichen Skandal um Landentwicklung verwickelt,


In mehreren aktuellen Umfragen liegt der 56-Jährige in Führung, dicht gefolgt von den aussichtsreichsten Präsidentschaftsbewerbern der führenden Oppositionspartei.

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