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Hintergrund

Ministerpräsident Han und japanischer Premier Kishida sprechen über bilaterales Verhältnis

#Themen der Woche l 2022-10-01

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Ministerpräsident Han Duck-soo hat mit dem japanischen Premierminister Fumio Kishida über die Verbesserung der bilateralen Beziehungen diskutiert.


Han war nach Japan gereist, um am Staatsbegräbnis des ehemaligen japanischen Premiers Shinzo Abe am Dienstag teilzunehmen.


Bei dem 20-minütigen Treffen mit Kishida in Tokio sagte er, dass Südkorea und Japan enge Nachbarn und Kooperationspartner seien, die den Wert der Demokratie und die Prinzipien der Marktwirtschaft teilten. Die südkoreanische Regierung habe seit ihrem Amtsantritt im Mai immer wieder betont, dass es den Interessen beider Länder entspreche, die bilateralen Beziehungen so schnell wie möglich zu verbessern.


Auf die Frage von Journalisten, wie weit die Erörterungen zur Entschädigung von ehemaligen südkoreanischen Zwangsarbeitern zur Kolonialzeit vorangeschritten seien, sagte Han, die Regierungschefs beider Länder hätten ihre Außenminister dazu aufgefordert, nach einer Lösung in dieser Frage zu suchen. Er denke, dass ein Wendepunkt für ein besseres bilaterales Verhältnis geschaffen worden sei.


Das Büro des japanischen Premierministers teilte in einer Pressemitteilung mit, Han und Kishida seien darin überein gekommen, schnellstmöglich Gespräche zwischen den für Diplomatie zuständigen Behörden aufzunehmen, um eine gesunde und solide Beziehung zwischen beiden Ländern herzustellen und diese weiterzuentwickeln.


Die Yoon Suk Yeol-Regierung ist offenkundig um eine Lösung anstehender Probleme zwischen beiden Ländern bemüht. Es wäre jedoch verfrüht, bereits von einem Wendepunkt zu sprechen, da bisher noch keine Einigungen über das Vorgehen bei der Bewältigung von Fragen, die die Vergangenheit betreffen, erzielt wurden.


Der größte Streitpunkt ist die Anweisung eines südkoreanischen Gerichts an japanische Unternehmen, ehemalige koreanische Zwangsarbeiter für die Ausbeutung und nicht gezahlte Löhne zu entschädigen. Das Außenministerium teilte mit, dass es bisher zu diesem Thema noch keine konkreten Erörterungen gegeben habe. Auch Premierminister Kishida hatte sich weder bei seinem Treffen mit Präsident Yoon in New York noch bei seinem jüngsten Gespräch mit Ministerpräsident Han klar dazu geäußert.

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