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#Suchwort Aktuell l 2019-12-06

Kreuz und Quer durch Korea

© Getty Images Bank

Das Statistikamt hat am Mittwoch dieser Woche die Lebenstafel 2018 veröffentlicht. Danach gibt es die Prognose, dass durchschnittlich eines von fünf im vergangenen Jahr geborenen Kindern später an Krebs sterben wird. Erkranken die Neugeborenen des vergangenen Jahres nicht an Krebs, wird ihre Lebenserwartung um 3,6 Jahre verlängert, so dass Männer 84,3 und Frauen 88,4 Jahre alt werden. Die Lebenserwartung der letztes Jahr geborenen Jungen beträgt 79,7 Jahre und die der Mädchen 85,7 Jahre. Gemäß der Lebenstafel beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die im vergangenen Jahr geborenen Kinder eines Tages an Krebs sterben, 20,7%. Damit bleibt die häufigste Todesursache der Koreaner weiter Krebs. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung im Vergleich zur Untersuchung im Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Nach Krebs folgten als Todesursache der Koreaner mit 11,8% Herzerkrankungen, mit 10% Lungenentzündung und mit 7,9% zerebrovaskuläre Erkrankungen. Auffällig ist, dass der Anteil der Lungenentzündungen an den Todesursachen auffällig schnell wächst. 1998 betrug er lediglich 1,4% und 2008 3,2%. 2017 erreichte er 8,9% und wurde damit erstmals eine der drei häufigsten Todesursachen. Diesmal hat er erstmals die Marke von 10% erreicht. Im Internet gab es viele Netzbürger, die den Anstieg des Anteils der Lungenentzündungen an den Todesursachen mit der verschlechterten Feinstaublage in Verbindung brachten. Ein Beamter des Statistikamtes meinte, dass es noch keine Forschungsergebnisse in Bezug auf die Relation zwischen Lungenentzündung und Feinstaub gebe, so dass man noch nicht mit Gewissheit von einem solchen Zusammenhang ausgehen kann. 


Die Netzbürger interessierten sich auch für die Nachricht, dass die Anzahl der in diesem Jahr durch Haustiere verursachten Brände allein in Seoul bei 31 liegt. Es kommt häufig vor, dass Haustiere, vor allem Katzen, einen Elektroherd einschalten, und dadurch einen Brand auslösen. Nach Angaben der Zentrale für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Seoul vorgestern lag in Seoul die Zahl der durch Begleittiere verursachten Brände 2016 bei 8, 2017 bei 7 und 2018 bei 19. In diesem Jahr ist die Zahl bis Ende September drastisch auf 31 gestiegen. 62 von insgesamt 65 Bränden dieser Art wurden von Katzen ausgelöst. Nach Brandtypen gesehen handelte es sich bei 64 Fällen um einen Elektroherd-Brand. Ein Brand wurde wegen einer Stehlampe verursacht. Bei den Elektroherd-Bränden wurden die Brände meistens dadurch ausgelöst, dass eine Katze einen Elektroherd mit Touchbedienung anschaltete, und dadurch brennbares Material wie ein Gefäß oder Papierlappen Feuer fing. Viele Netzbürger schrieben im Internet, dass eigentlich der Mensch, der dieses Risiko nicht berücksichtigt hat, am Brand schuld sei. Wenn man zuhause ein Haustier hat, sollte man beim Ausgehen entweder den Stecker des Elektroherdes herausziehen oder eine Herdabdeckung benutzen. 


Das Interesse der Netzbürger zog auch das Ergebnis einer Untersuchung auf sich, die ergab, dass Frauen gegenüber der Heirat negativer eingestellt sind als Männer. Der koreanische Verband für Bevölkerung, Gesundheit und Soziales hat jeweils 500 ledige Frauen und Männer in ihren Zwanzigern nach ihren Meinungen zu den Themen Heirat, Kinder und Glück befragt. 47,3% der ledigen Zwanziger in Südkorea antworteten, dass sie entweder nicht vorhaben, künftig zu heiraten, oder keinesfalls heiraten werden. Der Anteil der jungen Menschen, die gegenüber einer Heirat positiv eingestellt sind und daher geantwortet haben, dass sie unbedingt heiraten wollen oder sich dies durchaus wünschen würden, beträgt 52,7%. Nach Geschlecht betrachtet war der Anteil der heiratsunwilligen Personen bei den Frauen mit 57% um 19,4 Prozentpunkte höher als bei Männern. Jede zehnte Frau antwortete, dass sie keinesfalls heiraten werde. Damit war dieser Anteil doppelt so hoch wie bei den Männern. Im Kontrast dazu wollen 26,4% der Männer, damit mehr als doppelt so viel wie Frauen, unbedingt heiraten. Als Gründe gegen die Ehe nannten die Männer vor allem, dass sie alleine glücklicher seien. Der wichtigste Grund für die Frauen gegen die Ehe liegt in der noch existierenden Geschlechterungleichheit im Ehe- und Familienleben. 80,5% der ledigen jungen Menschen sind der Ansicht, dass das koreanische Heiratssystem Verbesserungen und Ergänzungen bedürfe.

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