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Lifestyle

Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2020-06-05

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

In den südlichen Provinzen Südkoreas gab es gestern die erste Hitzewarnung in diesem Jahr. Das Wetteramt hat gestern um 11 Uhr vormittags in vielen Gebieten in den Provinzen Gyeongsang und Jeolla eine Hitzewarnung herausgegeben. Es handelt sich dabei um die erste Hitzewarnung in diesem Jahr und auch um die erste, nachdem im vergangenen Monat probeweise ein Warnsystem auf der Grundlage der gefühlten Temperatur unter Berücksichtigung der Temperatur und Feuchtigkeit eingeführt worden ist. Nach der geänderten Norm gibt der Wetterdienst eine Hitzewarnung heraus, wenn mehr als zwei Tage in Folge eine gefühlte Temperatur von über 33 Grad Celsius erwartet wird. Wenn mehr als zwei Tage in Folge eine gefühlte Temperatur von über 35 Grad erwartet wird, wird ein Hitzealarm ausgerufen. Es ist erst Anfang Juni, aber überall im Land ist es schon hochsommerlich. In vielen Städten und Landkreisen im Süden des Landes stieg das Thermometer gestern bis auf 34,9 Grad Celsius. Viele Netzbürger blicken voller Sorge auf den gerade beginnenden Sommer, da davon gesprochen wird, dass es dieses Jahr besonders heiß sein werde. Das ist auch deshalb ein Problem, weil für die Eindämmung von Covid-19 ein Mundschutz getragen werden muss. Man sieht schon jetzt auf den Straßen häufig Menschen, die keine Maske tragen, weil sie schlecht Luft bekommen. Im Hochsommer wird das Tragen von Mundschutz vermutlich eine Qual werden. Viele Netzbürger sind daher besorgt, wie sie den heißen Sommer überstehen sollen, wenn Mund und Nase ständig bedeckt bleiben müssen. 


Das koreanische soziale Netzwerk Cyworld, das 1999 gestartet und mit seinem Mini-Homepage-Konzept in Südkorea schnell populär wurde, ist nun Geschichte geworden. Nach der am 3. Juni gemachten Angabe der IT-Branche hat Cyworld am 26. Mai sein Geschäft offiziell aufgegeben. Zu dem Datum ist auch die Gewerbeabmeldung vollzogen worden. Im Laufe der Zeit wurde der Dienst von anderen sozialen Netzwerkdiensten überholt. Die globale Version von Cyworld wurde bereits seit 2014 eingestellt. Im vergangenen Oktober war der Zugang zur koreanischen Cyworld-Seite ohne vorherige Ankündigung plötzlich nicht mehr möglich. Damals war der Ablauf der Domäne Cyworld.com für November 2019 vorgesehen. Daher riefen die Nutzer den Betreiber dazu auf, ihnen Zeit zu geben, ihre früheren persönlichen Daten auf Cyworld zu sichern und zu verlegen. Daraufhin hat Cyworld die Nutzungszeit der Domäne bis November eses Jahres verlängert, und damit schien alles geklärt zu sein. Jedoch war die Seite bis vor kurzem weiterhin nicht abrufbar, und Cyworld hat schließlich den Service eingestellt. Im vergangenen April wurde sogar auf der Homepage des Blauen Hauses ein Gesuch mit der Bitte eingereicht, den Cyworld-Nutzern ein Back-up der Cyworld-Daten zu ermöglichen. Das Bittgesuch fand jedoch keinen großen Anklang und lief am 29. Mai ab. Das Problem ist, dass ein Internetdienstanbieter nach dem Gesetz für das Informations- und Telekommunikationsnetz mit der Geschäftsaufgabe sofort alle Daten eines Internetangebots löschen muss, so dass die Daten der herkömmlichen Nutzer nicht wiederhergestellt werden können. Cyworld hatte im Inland bis zu 20 Mio Nutzer. Mit der Gewerbeabmeldung von Cyworld sind ihre alten Daten nicht mehr zu retten. 


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht, dass Tintenfisch die beliebteste Art von Fischen und Meeresfrüchten in Südkorea ist. Nach einer vom Koreanischen Maritimen Institut KMI bei 3.000 Erwachsenen über 19 Jahre durchgeführten Untersuchung ist Tintenfisch mit 15% Unterstützung die beliebteste Fischart. Danach folgen mit 12,4% Makrele, mit 11,4% Seetangblätter, mit 7,7% Degenfisch, mit 7,4% Garnele und mit 6,3% Plattfisch. Makrele belegte seit der ersten Untersuchung im Jahr 2017 stets Platz 1, wurde aber dieses Jahr von Tintenfisch auf den zweiten Platz verdrängt. Die Beliebtheit von Tintenfisch bei den Verbrauchern ist zwar gestiegen, es wird aber immer schwieriger, Tintenfisch auf den Esstisch zu bekommen. Denn das Fangvolumen von Tintenfisch ist wegen des Klimawandels stark geschrumpft. Nach Informationen des Ministeriums für Fischerei und maritime Angelegenheit beträgt das Volumen der im vergangenen Jahr in Küstennähe Koreas gefangenen Tintenfische 51.750 Tonnen. Damit erreicht das Volumen kaum die Hälfte des Durchschnitts in den fünf Jahren davor. Fische und Meeresfrüchte essen über die Hälfte der südkoreanischen Bürger zuhause. 56,9% haben diese Antwort gegeben. 19,6% besuchen dafür ein Sashimi-Restaurant, 13,2% ein japanisches Restaurant und 4% bestellen sich die Gerichte nach Hause. 53% kaufen Fische und Meeresfrüchte in großen Discountern. 21,8% gehen dafür zu einem traditionellen Markt, 8,9% zu einem Großmarkt und ebenfalls 8,9% kaufen Meeresfrüchte in einem Online-Kaufhaus. 66,1% finden, dass einheimische Meeresfrüchte besser und sicherer sind als importierte. Der Anteil der betreffenden Antwort ist gegenüber dem Vorjahr um 13,6 Prozentpunkte gestiegen.

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