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Nordkorea

Sportstars in Nordkorea

#Blick auf Nordkorea l 2021-08-05

Schritte zur Wiedervereinigung

ⓒ YONHAP News

Südkoreanische Sportstars wie Park Ji-sung, Sohn Heung-min, Kim Yuna und Kim Yeon-koung sind international weithin bekannt. Auch in Nordkorea gibt es Sportler, die auf der internationalen Sportbühne einen Namen haben. Zum Thema sagt Heo Jeong-pil vom Institut für Nordkorea-Studien an der Dongguk-Universität: 


In kapitalistischen Ländern wie Südkorea verdienen bekannte Sportstars viel Geld. Ihr Status hat viel damit zu tun, wie gut sie bezahlt werden. In sozialistischen Ländern wie Nordkorea ist jedoch die Ehre wichtiger als Geld. Für Sportler in Nordkorea ist es wichtig, alles für den Staat zu tun und den Namen ihres Landes international zu fördern. Diejenigen, die Goldmedaillen bei internationalen Wettkämpfen einschließlich der Olympischen Spiele gewinnen, sind bekannter als professionelle Sportler, die im Ausland ihr Geld verdienen.


Eine Reihe von nordkoreanischen Athleten und Athletinnen konnte bei internationalen Sportveranstaltungen auf sich aufmerksam machen. So stellte etwa die ehemalige Läuferin Shin Keum-dan Anfang der 1960er Jahre in Moskau Weltrekorde über die 400- und 800-Meter-Distanz auf. In Nordkorea wurde Shin “Königin der Leichtathletik” und “Stolz der koreanischen Nation” genannt. Die Judokämpferin Kye Sun-hui überraschte bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, als sie die damalige Favoritin Ryoko Tamura aus Japan im Finale besiegte. Bei den Asienspielen 2002 in Busan zündete sie zusammen mit dem südkoreanischen Judoka Ha Hyung-joo die Spiele-Fackel an. Berühmt in Nordkorea ist auch die Marathon-Läuferin Jong Song-ok:


Jong Song-ok wurde bei der Weltmeisterschaft 1999 im spanischen Sevilla Erste. In einem Interview sagte sie, ihre Energie erhielt sie, weil sie das Bild ihres Geliebten Führers vor sich hatte. Seit diesem Interview sagten alle nordkoreanischen Sportler, die Medaillen holten, dass sie dank des Machthabers erfolgreich waren. Jong war später Delegierte der Obersten Volksversammlung.


Sportstars in Nordkorea spielen eine wichtige Rolle, um die internationale Stellung ihres Landes zu verbessern. Sie kommen je nach ihren Erfolgen in den Genuss bestimmter Privilegien. Die besten Sportler werden mit dem Titel “Ahtlet der Nation” oder “Verdienstvoller Athlet” ausgezeichnet: 


Wenn es um bekannte Sportler geht, spricht Nordkorea von “Meistersportler”, “Sport-Erneuerer” oder “Verdienstvoller Athlet”, und nich so sehr von “Stars”. “Meistersportler” werden solche genannt, die bei einheimischen Wettbewerben gute Leistungen brachten. Ihnen werden Arbeitsplätze zugeteilt, die sie sich wünschen. “Sportler der Nation” oder “Verdienstvoller Athlet” sind solche, die zwei- bis dreimal im Jahr Landesrekorde aufgestellt haben oder bei internationalen Veranstaltungen gute Resultate erzielten. Sie haben die Chance, in Pjöngjang zu leben und erhalten eine Altersrente. Auch wird ihnen eine Wohnung zugeteilt.


Der jetzige Machthaber Kim Jong-un behandelt die Sportler anders als seine Vorgänger: 


In der Kim Jong-un-Ära belohnt der Machthaber die Erfolge der Athleten, die bei internationalen Wettkämpfen gewonnen haben, auf verschiedene Weise, so etwa mit einer Autoparade. Auch nahm er sie in den Arm und machte Fotos mit ihnen als Zeichen der Nähe. Im Vergleich zu früher hat sich des Umgang des Machthabers mit Sportstars geändert.


Kim Jong-un verfolgte schon früh eine Sportpolitik unter dem Motto “Aufbau einer Sportmacht”. Nordkorea gründete daher eine Stelle, die sich staatliche Leitungskommission für Körperkultur und Sport nennt, um die Sporteinrichtungen systematisch zu verbessern:


Unter Kim Jong-un werden Sportstars sogar noch besser behandelt, großzügige finanzielle Vorteile eingeschlossen, so dass andere Sportler mehr motiviert sind, bei internationalen Veranstaltungen Medaillen zu gewinnen. Nordkorea hat dazu Trainer und Trainingsmethoden von Weltklasseformat eingeführt. 2013 wurde die Internationale Fußballschule in Pjöngjang eröffnet. Trainer aus Spanien, Deutschland und Norwegen wurden eingeladen. Der Norweger Jörn Anderson war von Mai 2016 bis März 2018 Nationaltrainer der Männermannschaft. 


Die Fußballschule in Pjöngjang wählt Schüler zwischen sieben und 17 Jahren aus, um sie zu guten Fußballern zu machen: 


Es gibt drei berühmte nordkoreanische Fußballprofis, die im Ausland spielten, Han Kwang-song, Choe Song-hyok und Pak Kwang-ryong. Der Stürmer Han ist auch Nationalspieler. Er wird “Ronaldo Nordkoreas” genannt. Er spielte für Juventus Turin in Italien und Al-Duhail in Katar. Choe spielte früher als Han ebenfalls in der italienischen Liga, und Pak spielte für den FC Basel und SKN St. Pölten. Sie sind in Südkorea und international bekannter als im eigenen Land. Einer der Gründe ist, dass das sozialistische Nordkorea keine Profifußballer anerkennt. Einige sagen, dass sie wegen der Sanktionen des UN-Sicherheitsrats in die Heimat zurückkehrten, doch sind diese Berichte unbestätigt.

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