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Welt

Malaysia kritisiert „obszöne, halbnackte“ Tattooshow

#Asien Kompakt l 2019-12-04

Kreuz und Quer durch Korea

© www.facebook.com/tattoomalaysiaexpo/

Bei der Tattoo-Expo in Malaysia sorgen Fotos halbnackter Menschen für Aufruhr. Lokalen Medien zufolge habe die Darstellung kaum verhüllter Personen die Regierung des islamischen Landes in Wallung gebracht. Ausschlaggebend waren Fotos von halbnackten Männern und Frauen, die viel Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erregten.


Die Tattoo-Expo fand am Wochenende in der Hauptstadt Kuala Lumpur statt. Daran nahmen rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 35 Ländern, darunter Thailand, Mexiko, Japan, Neuseeland und der Schweiz, teil. Auf Fotos, die der Veranstalter veröffentlichte, waren tätowierte Teilnehmer zu sehen, die teilweise nur Unterwäsche oder Hosen trugen. Fotos von japanischer Ganzkörpertätowierung zeigten ein weibliches Model oben ohne und einen Mann in der traditionellen japanischen Unterwäsche Hundoshi. 


Die malaysische Regierung kritisierte den Veranstalter, die Show sei nicht repräsentativ für die Kultur des Landes, in dem die Mehrheit der Menschen Muslime seien. Der Minister für Kultur- und Tourismus Mohammadin Ketapi sagte, die Tattoo-Expo sei zwar genehmigt worden, es sei aber kein grünes Licht für das Zurschaustellen nackter Körper gegeben worden. Für das Ministerium sei es unmöglich, einer solch obszönen Veranstaltung zuzustimmen. Ketapi kündigte an, Untersuchungen einzuleiten und gegebenenfalls rechtlich gegen den Veranstalter vorzugehen. 


Im Netz erinnerten einige Nutzer daran, dass man sich entkleiden müsse, wenn man seine Tattoos zeigen wolle. Dies müsse als Kunst verstanden werden. Malaysia sei ein Mehr-Völker-Staat und es sei nicht angebracht, dass die Regierung Kulturveranstaltungen kontrolliere.

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