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Welt

Mining-Boom in USA, Russland, Kasachstan und Paraguay

#Asien Kompakt l 2021-11-24

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank

Seit Mai ist in China der Handel mit Kryptowährungen sowie das Mining, also das elektronische Erzeugen von Bitcoins und Co mit riesigen Computernetzwerken, streng verboten. Wie die “Financial Times” berichtete, hat das Verbot von digitalen Zahlungsmitteln in China dazu geführt, dass in den USA, Russland, Kasachstan und Paraguay ein Mining-Boom entfacht wurde. Grund ist, dass Bitcoin-Schürfer die in China entsorgten Mining-Geräte billig kaufen oder chinesische Firmen ihre Computernetzwerke ins Ausland verlegen. 


Laut “Financial Times” haben seit dem Kryptowährungsverbot in China 14 globale Unternehmen die Bitcoins und andere Kryptowährungen schürfen, insgesamt mindestens zwei Millionen Mining-Geräte aus China herausgebracht. Das größte Bitcoin-Mining-Unternehmen in den USA „Bit Digital“ hatte etwa 20.000 Mining-Geräte aus China in die USA gebracht. Am Montag waren 1000 solcher Geräte über den Hafen in New York aus China eingetroffen, wie die Zeitung berichtete. 


Das kanadische Mining-Unternehmen Hut 8 übernahm im Juni 25.000 Mining-Geräte von einer chinesischen Firma. Wegen des Verkaufsandrangs chinesischer Firmen fiel im Juli der Preis für Mining-Geräte im Vergleich zum Mai um 41,7 Prozent. Eine Analyse der “Financial Times” ergab, dass seit Mai die meisten Mining-Maschinen aus China nach Russland gelangt waren. 205.000 gingen nach Russland. Es folgten Kasachstan, die USA, Kanada, Paraguay und Venezuela. 


Eine Studie des Finanzinstituts der Cambridge University ergab, dass sich durch die Veräußerung von Mining-Ausrüstung in China der Schwerpunkt der Herstellung von Kryptowährungen verlagert habe. Der wichtigste Produzent seien nun die USA, gefolgt von Kasachstan, Russland und Kanada. In China sei der Anteil von einst 44 Prozent auf Null gesunken. Insbesondere Kasachstan ist wegen der lockeren Vorschriften ein guter Standort für Bitcoin-Schürfer.

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