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Regierung schließt Kaufverträge mit Janssen und Pfizer

#Themen der Woche l 2020-12-26

Nachrichten

ⓒGetty Images Bank

Die Regierung hat Kaufverträge für Covid-19-Impfstoffe mit Janssen und Pfizer abgeschlossen.


Dies gab Ministerpräsident Chung Sye-kyun am Donnerstag bei einer Sitzung der Katastrophenschutzzentrale zu Covid-19 bekannt.


Mit Janssen habe die Regierung einen Vertrag für den Kauf von Impfdosen für sechs Millionen Menschen, und damit mehr als die ursprünglich geplanten zwei Millionen, unterzeichnet. Die Impfungen würden im zweiten Quartal nächsten Jahres starten, teilte Chung mit.


Mit Pfizer sei die Lieferung von Impfdosen für 10 Millionen Menschen vertraglich besiegelt worden. Es werde derzeit darüber verhandelt, dass die Auslieferung auf das zweite Quartal nächsten Jahres vorgezogen werden könne.


Die Regierung hatte zuvor den Plan bekannt gegeben, vorbestellte Impfdosen für 44 Millionen Personen zwischen Februar und März schrittweise einzuführen. Über COVAX Facility, eine globale Organisation für den fairen Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, seien Impfdosen für zehn Millionen Personen sichergestellt worden. Über globale Pharmaunternehmen seien Impfdosen für weitere 34 Millionen Menschen vorbestellt worden.


Mit COVAX Facility wurde aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung für die Lieferung eine Vorauszahlung in Höhe von 85 Milliarden Won (76,75 Millionen Dollar) getätigt. Mit AstraZeneca, Pfizer, Moderna und Janssen seien Verträge für Vorbestellungen geschlossen oder Liefervereinbarungen getroffen worden. Mit AstraZeneca wurde bereits ein Vertrag für die Lieferung von Impfdosen für zehn Millionen Personen abgeschlossen. Mit Janssen und Pfizer steht der Abschluss eines Liefervertrags für Impfdosen für jeweils vier Millionen und zehn Millionen Menschen bevor.


Hinsichtlich des Impfstarts hieß es, es werde ein Plan erarbeitet, um noch vor Jahresfrist Impfungen durchzuführen. Angesichts der Krisensituation würden die Impfungen dann gemäß dem Gesetz für die Prävention von Infektionskrankheiten als „provisorische Impfungen“ bestimmt und vorgenommen.


Die Seuchenkontrollbehörde unterstrich zwar die Wichtigkeit eines schnellen Impfstarts, es würden jedoch verschiedene Faktoren wie die Liefermenge der Impfstoffe, die Corona-Situation in Korea sowie eventuelle Nebenwirkungen nach Impfungen in anderen Ländern berücksichtigt und die Impftermine flexibel abgestimmt. Es würden Vorkehrungen getroffen, um das Corona-Impfprogramm schrittweise umzusetzen und im nächsten Jahr noch vor Beginn der Grippewelle im November abzuschließen.


30 Nationen starten ihr Corona-Impfprogramm noch in diesem Jahr. Es gibt daher die Kritik, dass Südkorea bei der Impfstoffbeschaffung im Rückstand sei. Premierminister Chung Sye-kyun sagte dazu, als die Regierung im Juli eine Impfstoff-Taskforce gebildet habe, seien Impfungen nicht als dringend eingestuft worden, da es damals nur rund 100 Neuinfektionen am Tag gegeben habe.

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