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Internationales

Italien droht Nordkorea nach Zwangsrückführung von Diplomatentochter mit Konsequenzen

Write: 2019-02-22 08:20:49Update: 2019-02-22 10:51:50

Italien droht Nordkorea nach Zwangsrückführung von Diplomatentochter mit Konsequenzen

Photo : YONHAP News

Italien hat Nordkorea nach der Zwangsrückführung einer Diplomatentochter mit Konsequenzen gedroht.

Nordkorea müsse den Preis dafür zahlen, sollte die Tochter des früheren kommissarischen Botschafters in Rom gegen ihren Willen zurückgebracht worden sein. Das schrieb der Abteilungsleiter im Außenministerium Manlio Di Stefano am Donnerstag im sozialen Netzwerk Facebook.

Italien hätte die Tochter besser schützen müssen, da sie dem Risiko der Folter durch eines der schlimmsten Regime der Welt ausgesetzt sei, räumte der Diplomat ein.

Der frühere kommissarische Botschafter Jo Song-gil war gemeinsam mit seiner Ehefrau verschwunden. Es wird angenommen, dass beide in einem dritten Land um Asyl ersuchen.

Thae Yong-ho, ein nach Südkorea geflüchteter ehemaliger stellvertretender Botschafter in London, stellte die Vermutung an, dass Jo Italien nicht zusammen mit seiner Tochter habe verlassen können und Nordkorea sie zurückbeordert haben könnte.

Am Mittwoch hatte das italienische Außenministerium bekannt gegeben, am 5. Dezember von Nordkorea darüber informiert worden zu sein, dass der Diplomat und seine Frau die Botschaft am 10. November verlassen hätten. Die Tochter sei am 14. November nach Nordkorea zurückgebracht worden.

Nordkorea habe laut Berichten angegeben, dass das Mädchen um die Heimkehr gebeten habe, um bei seinen Großeltern zu leben. Es sei von einer Mitarbeiterin der Botschaft nach Hause begleitet worden.

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