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Internationales

Regierungsbeamter fordert von Tokio moralische Verantwortung für Frage der Zwangsarbeit

Write: 2018-12-05 08:44:36Update: 2018-12-05 09:27:51

Ein südkoreanischer Regierungsbeamter hat von Tokio die Übernahme von moralischer Verantwortung für Zwangsarbeit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gefordert.

Die Angelegenheit solle unter einem ethischen Gesichtspunkt und keinem rechtlichen betrachtet werden, sagte der Diplomat am Dienstag im Gespräch mit Reportern.

In dem Gespräch ging es um Japans starken Protest gegen die Entscheidung von Südkoreas Oberstem Gericht, wonach japanische Unternehmen ehemaligen koreanischen Zwangsarbeitern eine Entschädigung zahlen müssten.

Laut dem Beamten könne die Frage nicht allein rechtlich geklärt werden und es sei für Japan nicht wünschenswert, über eine solche grundlegende Frage hinwegzusehen.

Auch äußerte er sich enttäuscht über Medienberichte, nach denen Japan gegen Gerichtsurteile vorgehen wolle. Tokio müsse erkennen, dass auch Südkoreas Regierung Maßnahmen ergreifen würde, sollte dies notwendig werden.

Im Oktober und November hatte das Oberste Gericht zwei Urteile wegen Zwangsarbeit für japanische Unternehmen gefällt. Einmal gegen Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp und einmal gegen Mitsubishi Heavy Industries.

Laut den Urteilen müsse den koreanischen Opfern eine Entschädigung gezahlt werden. Japan beruft sich auf das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen von 1965, mit dem alle Entschädigungsansprüche abgegolten seien.

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