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Politik

Südkoreaner 315 Tage nach Entführung in Libyen freigelassen

Write: 2019-05-17 12:55:50Update: 2019-05-17 17:54:30

Photo : KBS News

Ein im vergangenen Juli in Libyen entführter südkoreanischer Staatsbürger ist freigelassen worden.

Der 62-Jährige mit Nachnamen Joo sei am Donnerstagnachmittag koreanischer Zeit freigelassen worden, teilte Chung Eui-yong, der Chef des Büros für nationale Sicherheit des Präsidialamtes, am Freitag mit.

Der Mann hatte für eine Firma im Westen Libyens gearbeitet und war im Juli von einer Gruppe von etwa zehn Bewaffneten entführt worden. Seine Freilassung kam 315 Tage nach der Entführung zustande.

Joo befindet sich derzeit in Abu Dhabi und steht unter dem Schutz der dortigen diplomatischen Vertretung. Er wird am Samstag heimkehren. Wie verlautete, habe er keine gesundheitlichen Probleme.

Wie bestätigt wurde, gehörten Joos Entführer einer Verbrecherorganisation an, die im Süden Libyens tätig ist. Die Regierung untersucht derzeit, wie es zu der Entführung kam und unter welchen Bedingungen Joo festgehalten wurde.

Unmittelbar nach der Entführung hatte die Regierung eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet und unternahm Bemühungen um die Freilassung der Geisel.

Das Präsidialamt teilte mit, dass die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) für die Freilassung des Südkoreaners eine entscheidende Rolle gespielt habe. Ihr Kronprinz Muhammad habe bei seinem Südkorea-Besuch im Februar Präsident Moon Jae-in seine Unterstützung für die Freilassung der Geisel versprochen. Aus diesem Anlass habe die Regierung der VAE in enger Kooperation mit dem libyschen Militär die Freilassung bewirkt.

Das Präsidialamt warnte vor Entführungen von Ausländern. Das stelle ein inhumanes Verbrechen dar, das von der internationalen Gemeinschaft keinesfalls geduldet werden könne. Das Präsidialamt will sich nach weiteren Angaben darum kümmern, dass vier noch in Libyen befindliche Staatsbürger so bald wie möglich das Land verlassen.

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