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Internationales

Mitsubishi ignoriert Gesprächsaufforderung koreanischer Kläger

Write: 2019-07-16 09:52:50Update: 2019-07-16 10:23:07

Mitsubishi ignoriert Gesprächsaufforderung koreanischer Kläger

Photo : YONHAP News

Das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries hat eine Gesprächsaufforderung koreanischer Kläger ignoriert.

Bis zur von der Klageseite festgelegten Frist für Gespräche über die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter am Montag habe es keine Reaktion gegeben. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Der südkoreanische Oberste Gerichtshof hatte im vergangenen November geurteilt, dass das japanische Unternehmen fünf Klägern, Opfer der Zwangsrekrutierung zur Kolonialzeit und Hinterbliebene, eine Entschädigung in Höhe von 100 bis 120 Millionen Won pro Kopf zahlen müsse. Mitsubishi setzte jedoch das Urteil nicht um.

Die Klägerseite forderte daraufhin Mitsubishi dreimal, jeweils im Januar, Februar und Juni, zu Gesprächen für eine Entschädigung auf. Beim letzten Mal forderte die Gruppe eine Reaktion bis zum 15. Juli. Sonst wolle sie Folgeverfahren wie die Veräußerung der beschlagnahmten Vermögenswerte einleiten, warnte sie.

Mitsubishi äußerte in Bezug auf das Urteil, dass es mit der japanischen Regierung beraten wolle. Ein Manager des Unternehmens sagte am 27. Juni bei der Aktionärsversammlung, es sei die Position der Firma, dass die Entschädigungsfrage mit dem Abkommen über Ansprüche (zwischen Südkorea und Japan) bereits geklärt sei.

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