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Internationales

Japan droht Südkorea im Streit um Entschädigungen mit Maßnahmen

Write: 2019-07-19 14:09:52Update: 2019-07-19 16:32:01

Japan droht Südkorea im Streit um Entschädigungen mit Maßnahmen

Photo : YONHAP News

Japan will notwendige Maßnahmen gegen Südkorea treffen, weil dieses auf seine Forderung nach der Einsetzung eines Schlichtungsgremiums wegen der Frage der Entschädigung früherer Zwangsarbeiter nicht einging.

Dies gab der japanische Außenminister Taro Kono in einer Stellungnahme am Freitag bekannt. Die Mitteilung erfolgte, nachdem er den südkoreanischen Botschafter Nam Kwan-pyo einbestellt und Protest erhoben hatte.

Japan wolle mit Rücksicht auf die von Südkorea verursachte ernsthafte Lage in den bilateralen Beziehungen erforderliche Maßnahmen ausarbeiten, sagte Kono. Er sagte jedoch nicht, welcher Gestalt solche Maßnahmen wären.

Beobachter gehen davon aus, dass Tokio den Internationalen Gerichtshof einschalten und die gegen Südkorea gerichteten Handelsrestriktionen verschärfen will.

Kono wiederholte Japans Position, dass die Frage der Ansprüche mit dem 1965 unterzeichneten bilateralen Abkommen vollständig und endgültig geklärt sei. Die Urteile des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs für die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter würden die rechtliche Grundlage der freundschaftlichen und kooperativen Beziehungen zwischen Südkorea und Japan zerstören. Sie könnten keinesfalls akzeptiert werden, betonte er.

Er sagte, es sei sehr bedauerlich, dass die Einrichtung eines Schlichtungsgremiums gemäß dem Abkommen nicht zustande gekommen sei. Südkorea habe mit seiner Weigerung das Abkommen ein weiteres Mal verletzt. Er fordere die südkoreanische Regierung erneut nachdrücklich auf, unverzüglich konkrete Maßnahmen zur Korrektur der wiederholten Verletzungen des Völkerrechts zu treffen.

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