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Wirtschaft

Ministerium warnt vor Piraten-Bedrohung in Gewässern vor Westafrika

Write: 2019-08-15 09:43:54Update: 2019-08-15 11:49:26

Trotz der multilateralen Bemühungen zur Piratenbekämpfung hält die Bedrohung durch Piraten in den Gewässern vor Westafrika weiter an.

Das ging aus einem Bericht des Ministeriums für Ozeane und Fischerei über die weltweiten Piratenüberfälle im ersten Halbjahr hervor. Die Zahl der Pirateriefälle in der Welt gehe zwar dank der Bemühungen einzelner Regierungen und der Einsätze alliierter Flotten zurück. Vor der Küste Westafrikas sind jedoch Fälle von Piraterie weiterhin stark verbreitet.

Den Daten zufolge wurden im ersten Halbjahr weltweit 78 Piratenüberfälle gemeldet, das sind 27,1 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. In Asien sank die Anzahl drastisch von 43 auf 22, was der Kooperation zwischen Anrainerstaaten und internationalen Organisationen für die Piratenbekämpfung zu verdanken ist.

Vor Westafrika fiel die Zahl der Piratenüberfälle zwar von 46 im selben Vorjahreszeitraum auf 36 im ersten Halbjahr. Die Region macht jedoch 46,2 Prozent sämtlicher Pirateriefälle in der Welt aus und 72,9 Prozent der Zahl der entführten Besatzungsmitglieder. Alle drei Schiffsentführungen im ersten Halbjahr erfolgten in der Region.

Das Ministerium teilte mit, angesichts der Gefahr der Piraterie bestimmten einheimischen Schiffen den Zugang zu den Gewässern vor Westafrika zu begrenzen, die über keinen Schutzraum für die Besatzung verfügen. Die Maßnahme gelte ab dem 26. März für sechs Monate lang. Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe von bis zu fünf Millionen Won oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten.

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