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Internationales

Japanischer Premier bedauert Seouls Entscheidung über Militärabkommen

Write: 2019-08-23 13:47:49Update: 2019-08-23 14:29:24

Japanischer Premier bedauert Seouls Entscheidung über Militärabkommen

Photo : YONHAP News

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat Bedauern über Südkoreas Entscheidung geäußert, sein Abkommen über den Austausch von Militärinformationen mit Japan zu beenden.

Bedauerlicherweise habe Südkorea weiter die Vertrauensbeziehungen verletzt, sagte Abe am Freitag. Südkorea habe auch gegen das Abkommen zwischen beiden Ländern über Ansprüche verstoßen.

Japan gehe dagegen in der Überzeugung vor, dass solche südkoreanischen Bewegungen in Anbetracht der Sicherheitsverhältnisse in Nordostasien die Kooperation zwischen Südkorea, den USA und Japan nicht beeinflussen sollten. Japan werde auch künftig die feste Solidarität mit den USA aufrechterhalten, um Frieden und Stabilität in der Region zu sichern. Er wolle dagegen vorgehen, um Japans Sicherheit zu verteidigen, sagte Abe weiter.

Abe berief vor seiner Abreise zur Teilnahme am G7-Gipfel am Wochenende in Frankreich eine Dringlichkeitssitzung ein.

Der japanische Verteidigungsminister Takeshi Iwaya sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Wirtschaft und die Sicherheit getrennte Angelegenheiten seien. Er sei enttäuscht, äußerte er und wolle Südkorea zum Überdenken seiner Entscheidung auffordern.

Wirtschaftsminister Hiroshige Seko deutete unterdessen an, die Streichung Südkoreas aus der weißen Liste der bevorzugten Handelspartner wie geplant am 28. August in Kraft zu setzen. Es werde sich nichts ändern, sagte er.

Außenminister Taro Kono hatte am Vorabend den südkoreanischen Botschafter einbestellt und Bedauern übermittelt. Er bezeichnete zudem in einer Stellungnahme Südkoreas Entscheidung als Fehlurteil.

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