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Internationales

Internationale Experten beraten über mutmaßliche Verstöße Südkoreas gegen Arbeitnehmerrechte

Write: 2020-09-16 07:44:57Update: 2020-09-16 10:08:48

Ein Expertengremium wird sich mit mutmaßlichen Verstößen Südkoreas gegen Arbeitnehmerrechte und befassen.

Untersucht werden soll, ob Südkorea aufgrund der Vertagung seiner Unterzeichnung aller Schlüsselkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gegen das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union verstieß.

Das südkoreanische Arbeitsministerium teilte am Dienstag mit, dass die mündliche Anhörung ab dem 8. Oktober per Videokonferenz stattfinden werde. Sie sei Bestandteil des Streitschlichtungsverfahrens gemäß dem FHA mit der EU.

Ursprünglich sollte die Überprüfung schon im April am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf vorgenommen werden. Der Termin war jedoch wegen der Coronakrise verschoben worden.

In dem Gremium sind Experten aus Südkorea, der EU und einem Drittland vertreten. Sie werden binnen 45 Tagen nach Abschluss ihrer Online-Konferenz ihr Urteil vorstellen.

Südkorea muss noch vier der acht ILO-Schlüsselkonventionen unterzeichnen. Das Land war der Organisation 1991 beigetreten.

Die noch ausstehenden Ratifizierungen betreffen die Versammlungsfreiheit von Arbeitnehmern, ihr Organisationsrecht und Recht auf kollektives Verhandeln, das Verbot der Zwangsarbeit und die Abschaffung derselben.

Die EU hatte das Schlichtungsverfahren im Dezember 2018 eingeleitet. Der Vorwurf lautet, dass Südkorea den Freihandelspakt verletzt habe, weil sich die Ratifizierung der Schlüsselkonventionen weiter verzögert.

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