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Wirtschaft

KDI senkt Wachstumsprognose für Südkorea für dieses Jahr auf 2,8 Prozent

Write: 2022-05-18 14:42:56Update: 2022-05-18 18:39:35

Photo : YONHAP News

Das Koreanische Entwickungsinstitut (KDI) hat seine Wachstumsprognose für die südkoreanische Wirtschaft für dieses Jahr herabgesetzt. 

Das staatliche Forschungsinstitut ging zwar davon aus, dass die Volkswirtschaft trotz der Ausbreitung von Covid-19 und der Lieferkettenprobleme dank des Exportaufschwungs weiter auf einem langsamen Erholungskurs sei. Jedoch habe es die Wachstumsprognose von drei Prozent auf 2,8 Prozent gesenkt, weil der private Konsum im Auftaktquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, hieß es. Auch wurden der Anstieg der Rohstoffpreise und die Zinserhöhung als Grund genannt. 

Jung Kyu-chul vom KDI sagte, dass die Erhöhung der Marktzinsen als Abwärtsfaktor für die Konjunktur gewirkt habe. Deutlich verschlechterte externe Bedingungen hätten sich auf den Export negativ ausgewirkt, was ebenfalls berücksichtigt worden sei. 

KDI rechnet für das kommende Jahr mit einem noch geringeren Wirtschaftswachstum. Der private Konsum werde sich erholen, der Exportzuwachs werde sich dagegen verlangsamen und die Handelsbilanz werde sich verschlechtern. Demnach werde die Volkswirtschaft lediglich um 2,3 Prozent, damit 0,5 Prozentpunkte weniger als dieses Jahr, wachsen, hieß es. 

Falls die Unsicherheit bei der Versorgung mit Rohstoffen lange anhalte und es zu weiteren ungünstigen Faktoren wie einem rapiden Konjunkturrückgang in China komme, könnte die Konjunktur noch stärker schrumpfen, so das Institut. 

Die Denkfabrik prognostizierte außerdem, dass die Verbraucherpreise dieses Jahr um 4,2 Prozent steigen würden. Nächstes Jahr werde die Inflationsrate auf 2,2 Prozent fallen, vor allem infolge einer Stabilisierung der globalen Ölpreise. 

Für die Preisstabilität riet KDI dazu, den Leitzins schrittweise anzuheben, und betonte auch die Notwendigkeit einer Fiskalpolitik, mit der das Haushaltsdefizit und der Zuwachs der Staatsverschuldung langsam wieder normalisiert würden.

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