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Internationales

Kundgebung anlässlich des 31. Jahrestags erster Opferaussage über Sexsklaverei im Weltkrieg

Write: 2022-08-15 11:09:52Update: 2022-08-15 16:08:52

In Berlin hat eine Kundgebung anlässlich des 31. Jahrestags der ersten Opferaussage über die sexuelle Sklaverei des japanischen Militärs während des Zweiten Weltkriegs stattgefunden. 

„Die Wahrheit siegt. Wir sind die Geschichte“, riefen die Teilnehmer der Kundgebung am Sonntag vor dem Brandenburger Tor auf Koreanisch, Englisch, Deutsch und Japanisch. 

Die Japanische Fraueninitiative Berlin, die die Kundgebung zusammen mit dem Korea-Verband organisierte, wies darauf hin, dass Kim Hak-soon aus Südkorea am 14. August 1991 erstmals über die sogenannten Trostfrauen des japanischen Militärs in der Öffentlichkeit berichtet habe. Seitdem hätten sich ehemalige Trostfrauen in ganz Asien Kims Vorstoß angeschlossen und die japanische Regierung zu einer öffentlichen Entschuldigung und einer Entschädigung der Opfer aufgefordert. 

Die Teilnehmer der Kundgebung kritisierten, die japanische Regierung leugne jedoch nach wie vor ihre Verantwortung und lehne die Forderung der Opfer ab. Sie wolle diesen Teil aus der Geschichte löschen und Darstellungen über die Trostfrauen aus den Geschichtsschulbüchern streichen. Die Initiative spreche sich gegen die Geschichtsentstellung durch die japanische Regierung aus. 

Die Vorsitzende des Korea-Verbands, Nataly Jung-Hwa Han, sagte, der Mut von Kim Hak-soon habe  dazu geführt, dass hunderte Frauen, die unter der japanischen Kolonialherrschaft gelitten hätten, ihr Schweigen gebrochen hätten. Immer mehr Opfer schieden jedoch aus der Welt. Sie forderte, jede sexuelle Gewalt gegen Frauen in Kriegsgebieten müsse gestoppt werden. 

An der Kundgebung nahmen über 70 Personen teil, einschließlich zahlreicher Aktivistinnen und Aktivisten von Bürgergruppen in Deutschland. 

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