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Trump für Gipfel mit Kim in Hanoi eingetroffen

2019-02-27

ⓒYONHAP News

Ganz oben auf der Tagesordnung beim zweiten Nordkorea-USA-Gipfel stehen selbstverständlich die Denuklearisierung Nordkoreas und Gegenleistungen der USA. Es scheint nicht leicht zu sein, eine Einigung zu finden, die beide Länder akzeptieren könnten. Jedoch sind auch optimistische Stimmen zu hören, nach denen ein „Big Deal“ gelingen werde, da sich beide Seiten hierfür sehr entschlossen zeigen.


Der erste Nordkorea-USA-Gipfel im vergangenen Jahr in Singapur war als Beginn des Dialogs von großer Bedeutung. Damals hatten sich beide Staaten auf eine vollständige Denuklearisierung Nordkoreas, den Aufbau neuer bilateraler Beziehungen und die Schaffung eines Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Jedoch sollten sich beide Seiten beim zweiten Spitzentreffen nicht mit einer deklarativen Einigung wie beim ersten Mal zufriedengeben. Es sollten konkrete und fortgeschrittenere Vereinbarungen zu einzelnen Punkten in der Erklärung des ersten Gipfels erzielt werden.


Die USA fordern entschlossene und konkrete Maßnahmen zur Denuklearisierung, während Nordkorea eine Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen verlangt. Washington verweist auf eine helle Zukunft Nordkoreas, Nordkorea verspricht die Umsetzung der Denuklearisierung. Angesichts dieser Differenzen verzögern sich konkrete Forschritte bei den Verhandlungen.


Entscheidend ist schließlich eine Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea. Die USA wünschen sich eine Roadmap, um das Ausmaß der Denuklearisierung eindeutig zu definieren und die Anlagen festzulegen, die einer Überprüfung und Inspektionen unterzogen werden sollen. Als Gegenleistungen wurden eine Erklärung zur formalen Beendigung des Koreakriegs und die Eröffnung von Verbindungsbüros zur Sprache gebracht. Die Bedingungen kann Nordkorea jedoch nicht ohne Weiteres akzeptieren, da das Land den Schwerpunkt auf eine Sanktionslockerung legt. Daher lassen sich ohne Sanktionslockerung keine sichtbaren Fortschritte bei der Denuklearisierung erwarten.


Diesbezüglich schlug Südkoreas Präsident Moon Jae-in die innerkoreanische wirtschaftliche Kooperation als Alternative vor. Die Wiederherstellung der innerkoreanischen Eisenbahn- und Straßenverbindungen und die Wirschaftskooperation nannte er als Gegenleistungen, die Südkorea übernehmen wolle. Damit würde ein Paketabkommen möglich sein, das die Erklärung des Kriegsendes, die Errichtung von Verbindungsbüros, die innerkoreanische Wirtschaftskooperation und eine Roadmap für die Denuklearisierung umfasst.

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