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Nordkorea-USA-Gipfel in Hanoi geht ohne Einigung zu Ende

2019-03-03

ⓒYONHAP News

Der Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Hanoi ist ohne Einigung zu Ende gegangen.


Trump erläuterte am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach dem vorzeitigen Ende der Gespräche, dass es Differenzen über die Lockerung der Nordkorea-Sanktionen gegeben habe.


Laut Trump habe Nordkorea die vollständige Aufhebung der Sanktionen gefordert und keine ausreichenden Zugeständnisse in den von den USA gewünschten Bereichen machen wollen. Der US-Präsident betonte, dass beide Seiten die Gespräche fortsetzen würden. Er sei zuversichtlich, dass die Meinungsverschiedenheiten im Laufe der Zeit überbrückt werden können.


Am zweiten Tag ihres Spitzentreffens hatten sowohl Trump als auch Kim ein gemeinsames Mittagessen und die ursprünglich für den Nachmittag geplante Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung abgesagt.


Zum Auftakt der Gespräche am Mittwoch hatten sich beide Seiten noch optimistisch geäußert. Trump hatte davon gesprochen, dass der Gipfel ein gutes Ergebnis hervorbringen werde. Nach dem ersten Verhandlungstag schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass er einen sehr guten Dialog mit Kim gehabt habe und sich auf die Diskussionen am Donnerstag freue.


Auch die Berichterstattung durch Nordkoreas Staatsmedien nach dem ersten Tag des Gipfels wurde positiv aufgefasst. Beide hätten in ernsthafter Weise Meinungen ausgetauscht, um entsprechend den Erwartungen der Welt für einen Erfolg des Gipfels umfassende und bahnbrechende Ergebnisse zu erzielen, meldete die Nachrichtenagentur KCNA.


Angesichts der Verwendung der Wörter „umfassend“ und „bahnbrechend“ in war ausgegangen worden, dass die Ergebnisse des Einzelgesprächs und des Abendessens am Mittwoch positiv bewertet wurden.

Südkoreas Präsidialamt sieht dennoch wichtige Fortschritte. Es sei zwar schade, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Doch seien offenbar bedeutsamere Fortschritte denn je erzielt worden, sagte der Sprecher des Präsidialamtes Kim Eui-kyeom am Donnerstag.

Vor dem Gipfel bestand die Hoffnung, dass die grob umrissene Einigung beim ersten Gipfel in Singapur auf eine Denuklearisierung Nordkoreas in der angestrebten Hanoier Erklärung konkretisiert werden kann. Auch war spekuliert worden, dass beide Länder ein formales Ende des Koreakriegs (1950-53) erklären könnten. Dies hätte den ersten Schritt für die Schaffung einer neuen Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel bedeutet.

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