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Südkorea fordert von Japan deutliche Position zur Geschichte

Nachrichten2015-04-21
Südkorea fordert von Japan deutliche Position zur Geschichte

Die südkoreanische Regierung hat den japanischen Premier Shinzo Abe aufgerufen, in seiner zum 70. Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs geplanten Rede eine deutliche Position zur Vergangenheit zu beziehen.

Seoul hoffe, dass Abe gute Gelegenheiten wie Reden anlässlich des 70. Jahrs des Endes des Zweiten Weltkriegs oder im US-Kongress nicht verpasse, in denen die Geschichtsauffassung der japanischen Regierung weltweit deutlich gemacht werden könne. Das sagte der Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums Noh Gwang-il.

Noh kritisierte zudem, dass Abe dem Yasukuni-Schrein erneut eine Opfergabe dargebracht habe. Damit leugne Tokio die internationale Ordnung und Voraussetzungen, unter denen Japan nach dem Zweiten Weltkrieg zur Weltgemeinschaft zurückkehrte, hieß es.

Dies bezieht sich auf die Andeutung von Abe, in seiner zum 70. Jahr des Endes des Zweiten Kriegs geplanten Erklärung keine Entschuldigung für die Kolonialherrschaft und Aggressionen ausdrücken zu wollen.

Abe trat am Montag in einem Fernsehprogramm auf und wurde danach gefragt, ob er in der Erklärung Ausdrücke wie Aggression und Entschuldigung verwenden wolle. Abe antwortete, man brauche keine neue Erklärung zu veröffentlichen, sollte diese denselben Inhalt wie die früheren schriftlichen Erklärungen enthalten. Er habe bereits gesagt, die Geschichtsauffassung der Vorgängerregierungen zu übernehmen, daher sei eine Wiederholung nicht nötig.

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