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Hintergrund

Strom und Gas werden teuerer

#Themen der Woche l 2022-07-02

Nachrichten

ⓒYONHAP News

In Südkorea sind die Preise für Strom und Gas gestiegen. 


Seit Juli hat sich Strom für eine vierköpfige Familie im Durchschnitt um 1.500 Won oder 1,16 Dollar verteuert. Der Gaspreis ist um mehr als 2.200 Won, oder 1,70 Dollar, gestiegen. 


Der Stromversorger Korea Electric Power Corporation (KEPCO) gab am Montag für das dritte Quartal eine Anhebung des Strompreises um fünf Won pro Kilowattstunde bekannt. 


Für eine vierköpfige Familie, die monatlich im Durchschnitt 307 Kilowattstunden Strom verbraucht, bedeutet dies zusätzliche Stromkosten in Höhe von etwa 1.535 Won oder 1,19 Dollar im Monat. Auch für Gas muss nun mehr bezahlt werden. Haushalte in Seoul müssen für Gas monatlich schätzungsweise 2.220 Won oder 1,72 Dollar mehr ausgeben. 


Da hohe Strom- und Gaspreise Haushalte mit geringem Einkommen besonders stark belasten und die Inflation antreiben, wurden die Tarife möglichst auf ihrem Niveau belassen. Die Strompreise waren im Auftaktquartal eingefroren worden. Erst im April hatte es eine Anhebung gegeben. Wegen der in jüngster Zeit sprunghaft gestiegenen Energiepreise hält die Regierung jedoch eine Preisanpassung für unumgänglich. 


Auch für Unternehmen stellen steigende Preise für Strom und Gas zusätzliche Kosten dar, die an die Kunden weitergegeben werden. Steigende Energiepreise führen somit unmittelbar zu einem Anstieg der Inflationsrate. 


Im Mai stiegen die Verbraucherpreise verglichen zum Vorjahr um 5,4 Prozent. Damit wurde die höchste Teuerungsrate seit August 2008 verzeichnet, als die Preise um 5,6 Prozent anzogen. Strom, Gas und Wasser verteuerten sich um 9,6 Prozent und trugen zu 0,32 Prozent zur Inflationsrate bei. 


Finanzminister Choo Kyung-ho warnte davor, dass die Inflationsrate in Südkorea im Juni oder Juli und August sechs Prozent übertreffen könnte. Diese Einschätzung teilte Choo am vergangenen Sonntag in einem KBS-Programm mit. Er sagte, dass infolge der steigenden globalen Öl-, Rohstoff- und Getreidepreise die Preise für längere Zeit hoch bleiben würden.

Der Minister sicherte zu, der Preisstabilisierung höchste Priorität einzuräumen und alle verfügbaren Mittel hierfür einzusetzen.

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