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Hintergrund

Koreanische Chiphersteller dürfen Huawei nicht mehr beliefern

#Themen der Woche l 2020-09-19

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Mit Inkrafttreten verschärfter Sanktionen der USA gegen Huawei dürfen Chiphersteller seit Dienstag den chinesischen Telekommunikationsausrüster nicht mehr beliefern.


Die US-Regierung hatte ihre Strafmaßnahmen gegen den chinesischen Konzern schrittweise verschärft. In erster Stufe hatten die USA im Mai 2019 den landeseigenen Unternehmen verboten, ohne eine spezielle Genehmigung Geschäftsbeziehungen zu Huawei zu unterhalten.


Google kündigte daraufhin an, Smartphones von Huawei würden künftig keine Updates mehr für das Betriebssystem Android erhalten.


Im vergangenen Mai wurden Sanktionen beschlossen, nach denen keine Chips an Huawei geliefert werden dürfen, die das Unternehmen selbst entwickelt und bei Herstellern in Auftrag gegeben hatte. Somit wurde dem Unternehmen auch der Zugang zu Halbleitern über Umwegen versperrt.


Gemäß den im August verschärften Maßnahmen gilt das Verbot in Zukunft auch für eigene Produkte von Halbleiterfirmen weltweit, die mithilfe amerikanischer Software oder Technik gefertigt wurden. Da in der Branche auf breiter Front Technologie aus den USA zum Einsatz kommt, wird es für Huawei unmöglich, die nötigen Bauteile für seine Produkte zu beziehen.


Auch südkoreanische Hersteller wie Samsung Electronics und SK Hynix haben ihre Lieferungen an Huawei eingestellt. Laut dem Koreanischen Verband für Internationalen Handel gingen dieses Jahr bis Juli von Südkoreas Halbleiter-Exporten über 41 Prozent nach China. Nach Stand von 2019 gingen 3,2 Prozent der Lieferungen von Samsung und 11,4 Prozent der Lieferungen von SK Hynix an Huawei. Einschließlich der Verluste im Display-Geschäft werden Umsatzeinbußen in Höhe von 10 Billionen Won prognostiziert.


Es wird jedoch erwartet, dass mit der Zeit andere Abnehmer die von Huawei hinterlassene Lücke füllen werden. Samsung könnte zudem vom Ausscheiden Huaweis aus dem globalen Smartphone-Markt profitieren, wenn Huawei-Kunden künftig Smartphones von Samsung kaufen.

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