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Hintergrund

Südkorea protestiert gegen japanische Schulbücher

#Themen der Woche l 2021-04-03

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Geschichtsverdrehung in japanischen Schulbüchern nimmt bedenkliche Ausmaße an.


Das japanische Bildungsministerium teilte am Dienstag mit, dass bei der Sitzung des zuständigen Prüfungsausschusses 296 Schulbücher für den Unterricht in der ersten Oberschulklasse die Überprüfung bestanden haben.


In den meisten Schulbüchern für Geografie wird die Felseninsel Dokdo als japanisches Territorium bezeichnet, oder es heißt, Dokdo werde von Korea illegal besetzt. In den Schulbüchern für Geschichte wird ausführlich dargestellt, wie Dokdo in Japan eingegliedert wurde.


Diese Schulbücher für Geografie und Geschichte werden ab 2022 für den umorganisierten Sozialkundeunterricht verwendet.


Auffallend ist, dass auch ein von einer rechtsextremistischen Organisation verfasstes Schulbuch für die Mittelschule genehmigt wurde. Darin wird unter anderem auf die haltlose These angespielt, Japan habe vom vierten bis zum sechsten Jahrhundert über das südliche Gebiet der koreanischen Halbinsel regiert.


Der Pazifik-Krieg wird „Großostasiatischer Krieg“ genannt, ein Euphemismus für Japans imperialistische Kriege.


Die Regierung von Ex-Premierminister Shinzo Abe hatte die Richtlinien und Kriterien für die Überprüfung der Schulbücher so geändert, dass sie in ihrem Inhalt faktisch mit den Vorgaben der Regierung übereinstimmen müssen. Selbst in Japan wird kritisiert, dass diese Art der Schulbuchkontrolle verfassungswidrig sei.

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