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Hintergrund

Kakao will stärker auf Koexistenz mit kleinen Unternehmen setzen

#Themen der Woche l 2021-09-18

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Das Unternehmen Kakao Corporation hat angesichts der Kritik, rücksichtslos zu expandieren, einen Plan für Koexistenz bekannt gegeben.


Das Big-Tech-Unternehmen will unter anderem einen Fonds für die Unterstützung von kleinen Unternehmen und Subunternehmen einrichten und einen Teil seines Mobilitätsgeschäfts aufgeben.


Bei einer Sitzung der Vertreter der Tochterfirmen am Montag und Dienstag wurde beschlossen, dass das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung besser nachkommen werde. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Kakao, Kim Beom-soo, sagte, es sei der Zeitpunkt, dass sich die Firma von den Wachstumsmethoden der letzten zehn Jahre verabschiede und grundlegende Veränderungen für ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Wachstum einleite.


Das Unternehmen gab bekannt, zu diesem Zweck zunächst einen 300 Milliarden Won oder 256 Millionen Dollar schweren Fonds einzurichten. Darüber hinaus wolle es den Schwerpunkt seiner Geschäftstätigkeiten auf Innovationen im IT-Bereich und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Nutzer setzen. Auch werde der Rückzug aus Bereichen, die dem Vorwurf der willkürlichen Geschäftsausdehnung und Schädigung von kleinen Unternehmen unterliegen, erwogen.


Kakao Mobility, das im Zentrum der Unternehmensexpansion steht, will einige Dienstleistungsangebote streichen. Unter anderem soll die Lieferung von Blumen, Snacks und Salaten aufgegeben werden. Die Beitragsgebühren für Taxifahrer für die vorrangige Vermittlung an den Kunden sollen von gegenwärtig 99.000 Won auf 39.000 Won gesenkt werden. Die Kakao-Tochter gab bekannt, sich in Zukunft stärker Innovationen bei Mobilitäts-Dienstleistungen widmen zu wollen. Auch wolle es seine Kapazitäten auf Forschung und Entwicklung, Erschließung von neuen Geschäftsfeldern sowie globales Business konzentrieren.


Big-Tech-Unternehmen stehen in der Kritik, mit ihren Plattformen den Markt zu beherrschen und übermäßige Provisionen einzustreichen. Sie schadeten damit den kleinen Unternehmen, benachteiligten Konkurrenten und erschwerten neuen Anbietern den Marktzugang. Behörden schreiten angesichts der schwelenden Kritik der Öffentlichkeit an diesen Praktiken mit Regulierungsmaßnahmen dagegen ein.

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