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Wissenschaft

Immer mehr Lebewesen gelangen durch warme Strömungen im Meer von Dokdo

Write: 2021-09-07 14:40:22Update: 2021-09-07 18:33:37

Photo : YONHAP News

Mit einem Fischkutter fährt man von der Insel Ulleung drei Stunden lang in südöstliche Richtung.  

Dann werden die südkoreanischen Felseninseln Dokdo sichtbar. Das Meer um Dokdo ist reich an Fischarten, weil dort warme und kalte Strömungen zusammentreffen. 

Jedoch verändert sich das Bild im Meer von Dokdo nun deutlich. Die steigende Wassertemperatur des Ostmeers führte zu Veränderungen im Ökosystem in der Umgebung von Dokdo.

Taucht man 21 Meter in die Tiefe unter Wasser, sind rote Lebewesen sichtbar, die den Fels bedecken. Sie sind Weichkorallen, die in der gemäßigten Zone leben. 

Diese Weichkorallen haben sich seit einigen Jahren in der Meereszone von Dokdo vermehrt. Verglichen mit vor fünf Jahren, als sie erstmals beobachtet wurden, beanspruchen sie nun 15 Prozent größere Flächen. 

Doktor Kim Sa-heung von einem Forschungsinstitut für Biodiversität sagte, dass infolge der Erwärmung Arten, die im Wettbewerb um Lebensraum mehr Vorteile hätten, sich stärker vermehrten und mehr Raum einnehmen würden.

Der zwölf Zentimeter lange orangefarbene Fisch lebt gewöhnlich in warmen Meer, z.B. vor Taiwan. Mit der ersten Entdeckung im Meer Südkoreas erhielt der Fisch einen neuen Namen. 

Im Meer von Dokdo werden ab und zu auch seltene subtropische Fischarten beobachtet, die in Zonen von Indonesien bis zur südkoreanischen Insel Jeju leben. Die Zahl von Chromis notata, einer Riffbarschart, hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verzehnfacht. 

Kim Young-nam von der Koreanischen Gesellschaft für Management der Meeresumwelt, sagte, die Veränderungen der Wassertemperaturen bedeuteten neben dem Zustrom von warmem Wasser auch, dass das gesamte Meer des Landes gewissermaßen brodele. 

Die Wassertemperatur im Meer vor Dokdo stieg in den letzten über zehn Jahren stets, und zwar um 2,2 Grad. 

60 Prozent der Fischarten, die letztes Jahr dort beobachtet wurden, leben eigentlich in warmen Gewässern. Ihr Anteil wuchs um 15 Prozentpunkte verglichen mit fünf Jahren zuvor. 

In dem mit dem Klimawandel immer wärmer werdenden Meer des Landes dominieren bereits Lebewesen aus warmen Gebieten im Ökosystem.

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