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UN-Experte: Nordkorea ist zunehmend auf Cyberaktivititäten für Finanzierung von Waffenprogrammen angewiesen

Nachrichten2022-04-21
UN-Experte: Nordkorea ist zunehmend auf Cyberaktivititäten für Finanzierung von Waffenprogrammen angewiesen

Nordkorea ist laut einem UN-Experten für den Devisenerwerb zunehmend auf Gewinne aus Kryptowährungen angewiesen.

Diese gelten trotz scharfer Sanktionen als eine Art blinder Fleck. 

Daher seien strengere Regulierungen erforderlich, forderte Eric Penton-Voak, Koordinator des Expertengremiums des Sanktionsausschusses zu Nordkorea, der dem UN-Sicherheitsrat untersteht. 

Nordkorea beteilige sich zunehmend an illegalen Cyberaktivitäten, um sich Mittel für seine Programme für ballistische Raketen und Massenvernichtungswaffen zu verschaffen, sagte er am Mittwoch auf einem Webinar, das von der US-Denkfabrik Center for a New American Security veranstaltet wurde. 

Nordkoreas Fähigkeit zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen hänge grundsätzlich von drei Dingen ab: Know-how, spezialisierte Ausrüstungen und Geld. Aber grundlegend für das Beschaffungsnetzwerk sei Geld. Nordkorea sei ein Innovator, wenn es um die Suche nach neuen illegalen Einkommensquellen gehe, betonte er. 

Penton-Voak wies auf Medienberichte hin, nach denen die mit Nordkorea verbundene Hackergruppe Lazarus hinter einem Kryptogeld-Hack in Höhe von 625 Millionen Dollar gegen ein Unternehmen von Blockchain-Videospielen im März gesteckt habe. Nordkorea sei seit 2017 immer stärker auf Cyberaktivitäten angewiesen, um illegale Einnahmen zu erzielen. Nordkoreanische Hacker seien wirklich gut, warnte er.

[Photo : YONHAP News]

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