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Früherer deutscher Botschafter: Nordkorea hofft auf Trumps Wiederwahl und wird bis zur Wahl Spannungen schüren

Nachrichten2024-02-29
Früherer deutscher Botschafter: Nordkorea hofft auf Trumps Wiederwahl und wird bis zur Wahl Spannungen schüren

Nach Einschätzung eines früheren deutschen Botschafters in Pjöngjang hofft Nordkorea auf eine Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident.

Bis zur Präsidentenwahl in den USA werde Nordkorea weiter Spannungen schüren, schrieb der frühere Botschafter Thomas Schäfer am Mittwoch in einem Beitrag für den US-amerikanischen Hörfunksender NPR.

Je höher die Spannungen vor der Wahl seien, umso stärker könne man später einlenken und umso stärker könne Trump behaupten, für Frieden gesorgt zu haben, so die Sichtweise der Nordkoreaner.

Pjöngjang werde Schäfer zufolge einen weiteren Versuch unternehmen, sollte Trump wieder zum Präsidenten gewählt werden, obwohl Atomverhandlungen zwischen ihm und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Jahr 2019 beim Gipfel in Hanoi scheiterten.

Nordkorea hoffe auf einen Wahlsieg Trumps, da das Regime diesen als offener gegenüber seinen Wünschen betrachte als Präsident Biden, hieß es in dem Beitrag "Warum Nordkorea sich eine weitere Chance mit Donald Trump wünscht".

Aus Pjöngjangs Sicht sei die derzeitige Politik Seouls und Washingtons "viel schlimmer" als die Trumps. Denn US-Präsident Biden und der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol hätten gemeinsame Manöver wieder aufgenommen, ihre Allianz gestärkt und sogar Japan in eine trilaterale Kooperation eingebunden.

Als Ziele, die Nordkorea mit einem Präsidenten Trump wieder verfolgen könnte, nannte Schäfer einen Abzug der US-Truppen aus Korea, die Schwächung der südkoreanisch-US-amerikanischen Allianz und letzten Endes die Kontrolle Südkoreas.

Schäfer war von 2007 bis 2010 und von 2013 bis 2018 deutscher Botschafter in Pjöngjang.

[Photo : YONHAP News]

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