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Google soll in Südkorea Geldstrafe zahlen

#Themen der Woche l 2021-09-18

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die koreanische Kommission für fairen Handel (FTC) hat den US-Konzern Google mit einer Geldstrafe in Höhe von 207 Milliarden Won (177 Millionen Dollar) belegt. Betroffen sind Google LLC,, Google Asia Pacific und Google Korea.


Dem Tech-Giganten wird vorgeworfen, einheimische Smartphone-Hersteller wie Samsung Electronics dazu gezwungen zu haben, ihre Geräte ausschließlich mit seinem Android-Betriebssystem auszustatten.


FTC hatte seit 2016 gegen Google Korea ermittelt. Der Chef der Behörde Cho Seong-uk sagte, Googles Praktiken könnten als beispiellose Unterdrückung von Innovation eingestuft werden. Bei herkömmlichen Missbräuchen der Marktmacht würde der Kauf von bereits ausgelieferten Produkten behindert oder Vertriebskanäle würden blockiert. Googles Vorgehen sei jedoch, die Entwicklung von Konkurrenzprodukten an sich zu verhindern.


Zu der Geldstrafe forderte die Kommission von Google, Korrekturen vorzunehmen. Der Konzern solle seine Praxis stoppen, die Smartphone-Hersteller bezüglich Lizenzen für den App-Store und frühzeitigen Zugang zum Android-Betriebssystem zur Unterzeichnung eines „Anti-Fragmentierungs-Abkommens (AFA)“ zu zwingen.


Laut der Aufsichtsbehörde habe Google Gerätehersteller daran gehindert, eigene Betriebssysteme oder modifizierte Versionen des Google-Betriebssystems zu installieren. Das Unternehmen habe die Einhaltung des Abkommens überwacht, indem es von den Herstellern forderte, das Ergebnis der Prüfung der Kompatibilität eines neu entwickelten Android-Gerätes vor der Auslieferung zu melden.


Google wendete das AFA-Abkommen nicht nur auf Smartphones, sondern auch auf Smart Watches und Smart Fernseher an, sodass Alternativen zu Android keine Chance hatten, auf dem Markt Fuß zu fassen.


Die Regulierung der marktbeherrschenden Tech-Giganten ist ein globaler Trend. Auch einheimische Internet-Konzerne wie Naver und Kakao sollen nach Plänen der Behörden stärker reguliert werden.

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