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Hintergrund

Südkorea weist Angaben Chinas zum Koreakrieg zurück

#Themen der Woche l 2020-10-31

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Südkorea hat China eine Verdrehung von Tatsachen in Bezug auf den Ausbruch des Koreakriegs (1950-53) vorgeworfen.


In seiner Rede zum 70. Jahrestag des Eintritts Chinas in den Koreakrieg am 23. Oktober sagte Chinas Staatspräsident Xi Jinping, die Volksfreiwilligenarmee habe unter der Flagge des Friedensschutzes und des Widerstands gegen die Invasion den Yalu-Fluss überquert und die Lage auf der koreanischen Halbinsel stabilisiert. Sein Land habe gemeinsam mit Nordkorea einen großen Sieg errungen und den Frieden in Asien und den Weltfrieden gesichert. Xi bestritt mit seiner Äußerung die unter Historikern allgemein anerkannte Tatsache, dass der Koreakrieg durch den Angriff Nordkoreas auf Südkorea ausgelöst wurde.


In China wird der 25. Oktober als Gedenktag zum Widerstand gegen die USA und zur Hilfe für Korea gefeiert. Am 25. Oktober 1950 konnten die chinesischen Truppen erstmals nach ihrer Intervention in den Koreakrieg, die nach Nordkorea vorgedrungene südkoreanische Armee zurückdrängen. In letzter Zeit propagiert China verstärkt seine Teilnahme am Koreakrieg als Widerstandskampf gegen die amerikanischen Invasoren und zur Befreiung Koreas. Offenbar steht dahinter die Absicht der Pekinger Führung, den Nationalismus zu befeuern und die Bevölkerung angesichts US-amerikanischen Drucks hinter sich zu vereinen.


Der südkoreanische Verteidigungsminister Suh Wook sagte am Montag vor dem Parlament, er stimme der Position Xi Jinpings ausdrücklich nicht zu. Auslöser des Koreakriegs sei die Invasion Nordkoreas in Südkorea gewesen, mit der Sowjetunion und China als Akteuren im Hintergrund.


Die Sprecherin des US-Außenministeriums Morgan Ortagus twitterte, auf die Offensive der Freien Nationen habe die kommunistische Partei Chinas hunderttausende Soldaten über den Yalu geschickt und auf der koreanischen Halbinsel eine Katastrophe angerichtet.

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