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Hintergrund

WFP und FAO warnen vor Lebensmittelkrisen

#Themen der Woche l 2022-06-11

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben vor drohenden Lebensmittelkrisen weltweit gewarnt. 


In einem am Montag veröffentlichten gemeinsamen Bericht warnen beide Organisationen vor „multiplen, drohenden Nahrungsmittelkrisen.“ Die Krisen würden durch eine Kombination aus Konflikten, Klimaschocks und der Corona-Pandemie ausgelöst und durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verschärft, der weltweit zu steigenden Lebensmittel- und Kraftstoffpreisen geführt habe. 


In dem Bericht werden 20 Länder als besonders gefährdet hervorgehoben. Für besonders gefährdete Länder wie Äthiopien, Nigeria, Afghanistan, Südsudan, Jemen und Somalia gelte die höchste Alarmstufe. 


Mit der Verschlimmerung der weltweiten Nahrungsmittelkrise droht eine Verschärfung des Protektionismus und des Handelskriegs.


In Südkorea sind zwar noch keine Probleme bei der Versorgung mit Weizen und Sojaöl aufgetreten, wegen steigender Importpreise geraten jedoch auch die hiesigen Branchen stark unter Druck. Auch Verbraucher bekommen die gestiegenen Preise zu spüren. Der Preis für Nudeln ist in einem Jahr um 30 Prozent und der Preis für Weizen und Speiseöl um mehr als 20 Prozent gestiegen.


Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten hat daher beschlossen, mittels Zuschüssen 70 Prozent des Preisanstiegs auszugleichen. Zudem wird überprüft, den Zollsatz von fünf Prozent auf Sojaöl und Sonnenblumenöl mittels Zollkontingenten zu senken.


Südkoreas Selbstversorgungsgrad bei Getreide liegt bei knapp über 20 Prozent. Schließt man Reis aus, beträgt der Selbstversorgungsgrad bei Getreide lediglich etwa drei Prozent. Außer Reis werden faktisch sämtliche Getreidesorten importiert.

 

Die Regierung will sich darum bemühen, die Versorgung mit Getreide zu stabilisieren und den Selbstversorgungsgrad langfristig zu erhöhen. Um die Eigenversorgung mit wichtigen Nahrungsmitteln wie Weizen und Bohnen zu erhöhen, soll die Kultivierung von neuen Sorten gefördert und die auf Reis konzentrierte Selbstversorgungsstruktur verbessert werden.

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