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Welt

Japans Premierminister Suga pocht auf möglichst schnellen Corona-Impfstart

#Asien Kompakt l 2021-01-06

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Japans Premierminister Yoshihide Suga hat angeordnet, die Impfungen gegen Covid-19 vorzuziehen. Bei einer Neujahrspressekonferenz am Montag sagte Suga, die Regierung werde Bemühungen unternehmen, damit spätestens Ende Februar mit den Corona-Impfungen begonnen werden könne. Japan hatte bisher über einen konkreten Termin für den Start des Impfprogramms geschwiegen. Sugas Ankündigung kam daher überraschend. 

Laut der Zeitung „Nikkei“ habe sich das Büro des Ministerpräsidenten Ende Dezember mit der japanischen Botschaft in den USA in Verbindung gesetzt und Verhandlungen mit dem Pharmauntenehmen Pfizer angeordnet, damit Daten zu klinischen Tests mit dem Corona-Impfstoff umgehend nach Japan weitergeleitet werden können. Die Regierung in Japan plant, dass ab Ende Februar zunächst das medizinische Personal eine Impfung erhalten soll. Ab März sollen alte Menschen geimpft werden. Im April sollen dann flächendeckende Impfungen beginnen und bis Juni Impfstoffe für alle Einwohner gesichert werden. 

Es ist vorgesehen, dass bis Juni Impfstoffe von Pfizer für 60 Millionen Menschen und Impfstoffe von Moderna für 20 Millionen Menschen geliefert werden. Von AstraZeneca soll Japan Impfstoffe für 60 Millionen Menschen erhalten. Wie „Nikkei“ berichtete, soll sich ein Experten-Team des Gesundheitsministeriums darum kümmern, dass Logistikunternehmen und Gebietskörperschaften die nötigen Vorbereitungen für den Transport und die Zuteilung der Impfstoffe treffen. 

Das plötzlich rasche Handeln der Regierung löst aber auch Bedenken über ein möglicherweise erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen aus. In Japan wurde seit der Einführung der Kombinationsimpfung MMR gegen Masern, Mumps und Röteln im Jahr 1989 eine ungewöhnlich hohe Rate von Nebenwirkungen gemeldet. Etwa 1.800 Kinder, die dieses Präprat erhalten hatten, waren davon betroffen. Seit 1993 ist dieser Impfstoff verboten. Japan verfolgt seitdem eine sehr zurückhaltende Impfpolitik.

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