Künstler und Professor für Malerei an der Hongik University, Ingo Baumgarten
2025-11-14
2018-09-24
ⓒYONHAP News
Südkoreas Präsident Moon Jae-in ist am gestrigen Sonntag in New York eingetroffen. Bei den Vereinten Nationen begann er mit seiner fünftägigen Gipfeldiplomatie. Zu seinen wichtigsten Terminen gehören ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und eine Rede vor der UN-Generalversammlung.
Moon und Trump kommen zum fünften Mal zu einem Spitzentreffen zusammen. Das Hauptaugenmerk richtet sich diesmal auf die Frage, ob es zu einem zweiten Gipfeltreffen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un kommen und dabei Fortschritte bei der Denuklearisierung geben kann.
Beim Korea-Gipfel in der vergangenen Woche in Pjöngjang legte der nordkoreanische Machthaber einen Zeitplan für die Denuklearisierung und die Forderung nach Gegenleistungen der USA vor. Der Vorschlag war eine Reaktion auf die Vermttlerrolle des südkoreanischen Präsidenten Moon.
Wie US-Präsident Trump den Vorschlag bewertet, zieht nun die Aufmerksamkeit auf sich. US-Außenminister Mike Pompeo sprach von einem “richtigen Umfeld”. Damit sind offenbar die Fortschritte bei den Maßnahmen zur Denuklearisierung in der Anfangsphase gemeint, die als Vorbedingungen für die Erklärung über ein Ende des Koreakriegs gelten. Eine solche Erklärung hatte Nordkoreas gefordert.
Es wird damit gerechnet, dass Nordkorea als Gegenleistung nicht nur die Erklärung zum Kriegsende auf der koreanischen Halbinsel, sondern auch eine Lockerung der Sanktionen gegen das Land fordert. Es könnte nach Ansicht von Experten durchaus sein, dass Nordkorea seine Forderungen noch verstärkt hat, indem es ein konkretes Maßnahmenpaket für die Denuklearisierung vorgelegt habe. Die US-Regierung hält nach wie vor an der Position fest, dass die Denuklearisierung zuerst erfolgen müsse. Damit ist es noch komplizierter geworden für Moon und Trump, konkrete Lösungen für die Frage der Denuklearisierung zu finden.
Sollten Moon und Trump dennoch klare Lösungsvorschläge vorlegen, dürfte die Wahrscheinlichkeit größer werden, dass ein Treffen zwischen Trump und Kim Jong-un noch vor den Zwischenwahlen in den USA im November stattfinden kann. Es ist abzuwarten, ob die Erklärung über ein formelles Kriegsende auf der koreanischen Halbinsel noch im laufenden Jahr tatsächlich Realität wird.
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