Ein Vorschlag zur Aussetzung des 2018 unterzeichneten innerkoreanischen Militärabkommens wird bei der Kabinettssitzung am Dienstag eingereicht.
Das gab das Büro für nationale Sicherheit nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am Montag bekannt. Anlass sind Provokationen durch Nordkorea, einschließlich des Verschickens von Müll-Ballons in der vergangenen Woche.
Laut dem Büro waren sich die meisten Sitzungsteilnehmer darin einig, dass das Militärabkommen vom 19. September viele Probleme für die militärische Bereitschaft Südkoreas verursache. Das Abkommen bestehe ohnehin nur noch auf dem Papier, nachdem Nordkorea es de facto aufgekündigt habe.
Die Aussetzung des Militärabkommens sei ein gerechter und rechtmäßiger Schritt im Einklang mit den vom südkoreanischen Gesetz bestimmten Verfahren. Dadurch würden Militärübungen in der Umgebung der Militärischen Demarkationslinie, die bisher eingeschränkt gewesen seien, ermöglicht, erklärte das Büro.
Das Büro kündigte auch an, weitere entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, sollte Nordkorea seine Provokationen fortsetzen.