Die Regierung droht den Ärzten wegen ihrer geplanten kollektiven Aktion mit strengen Maßnahmen.
Medizin-Professoren und niedergelassene Ärzte wollen die Arbeit aus Protest gegen die Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze niederlegen. Der Koreanische Medizinerverband (KMA), die größte Ärztevereinigung im Land, plant für kommenden Dienstag einen eintägigen Streik. Medizin-Professoren der großen Kliniken wollen kommende Woche in einen unbefristeten Streik treten.
Die Regierung will nach Angaben am Donnerstag bis zum letzten Moment versuchen, die Ärzteschaft von ihren Plänen abzubringen. Illegale Handlungen würden aber entschiedene Konsequenzen haben, sagte Lee Han-kyung vom Innenministerium, der dort das Katastrophenmanagement verantwortet, bei einem Regierungstreffen.
Zudem werde ein Notfallsystem aufrechterhalten, um Einflüsse wegen des Vakuums bei der medizinischen Versorgung zu minimieren, sagte Lee und rief die Mediziner erneut auf, von Streiks abzusehen.
Der Wert des menschlichen Lebens müsse bei allen Entscheidungen Priorität haben, appellierte der Beamte an die Ärzteschaft.