Präsident Yoon Suk Yeol hat angesichts des zunehmenden Geburtenrückgangs einen „demografischen Staatsnotstand“ ausgerufen.
Heute erkläre er offiziell den demografischen nationalen Notstand, sagte Yoon am Mittwoch auf einer Sitzung des präsidialen Komitees zur alternden Gesellschaft und Bevölkerungspolitik. Man werde mit voller Kraft ein nationales System für die Reaktion betreiben, bis das Problem der niedrigen Geburtenrate bewältigt sei.
Obwohl das Land in den letzten 16 Jahren 280 Billionen Won (200 Milliarden Dollar) eingesetzt habe, sei die Geburtenrate jedes Jahr auf einen neuen Tiefststand gefallen. Jetzt müsse der Staat alles daran setzen, um eine düstere Zukunft in eine hoffnungsvolle zu verwandeln, betonte Yoon.
Yoon hatte im Mai auf einer Pressekonferenz anlässlich des zweiten Jahrestags seines Amtsantritts angekündigt, ein Ministerium für ein Vorgehen gegen die niedrige Geburtenrate zu gründen. Er teilte nun mit, das geplante Ministerium als „Ministerium für Bevölkerungsstrategie und Planung“ zu bezeichnen. Deren Leiter werde ein für Soziales zuständiger Vize-Ministerpräsident sein. Das Ministerium soll eine mittel- und langfristige Bevölkerungsstrategie ausarbeiten. Diese richte sich auf niedrige Geburtenzahlen, die alternde Gesellschaft und die Migrationspolitik, hieß es.