Nach der Billigung eines Sondergesetzes durch die Opposition im Alleingang droht der Parlamentsbetrieb lahmgelegt zu werden.
Die offizielle Eröffnung des 22. Parlaments, die für den heutigen Freitag geplant war, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Eine Ansprache von Präsident Yoon Seok Yeol vor dem Parlament wurde damit ebenfalls vertagt.
Seit 1987 hatten die Staatspräsidenten Südkoreas bei der Feier zum Arbeitsbeginn der Nationalversammlung eine Rede gehalten.
Der Konflikt zwischen Opposition und Regierungspartei hat sich zugespitzt, nachdem das Parlament am Donnerstag erneut einen Gesetzentwurf zur Einsetzung eines Sonderstaatsanwalts zum Tod eines Marineinfanteristen verabschiedet hatte. Von den 190 Abgeordneten, die an der Abstimmung teilnahmen, gehören 188 sieben Oppositionsparteien an, darunter die Mehrheitspartei DP. Abgeordnete der Regierungspartei PPP hatten vor der Abstimmung den Saal verlassen.