Die südkoreanische Regierung hat die japanische Regierung aufgefordert, ihren im diesjährigen Verteidigungsweißbuch erhobenen Gebietsanspruch auf Dokdo sofort rückgängig zu machen.
Die Forderung unterbreitete ein Sprecher des Außenministeriums in einem Kommentar am Freitag. Seoul protestiere mit Nachdruck dagegen, dass Japan seinen ungerechtfertigten Gebietsanspruch auf Dokdo wiederholt habe. Dokdo gehöre historisch, geografisch und völkerrechtlich eindeutig zu Korea, hieß es.
Südkorea werde resolut gegen jede Provokation Japans in Bezug auf Dokdo vorgehen, betonte der Sprecher.
Kim Sang-hoon, Generaldirektor für asiatische und pazifische Angelegenheiten im Außenministerium, wird noch heute einen Mitarbeiter der japanischen Botschaft in Seoul einbestellen, um Protest zu erheben.
Im am Freitag vom japanischen Kabinett verabschiedeten Verteidigungsweißbuch 2024 hat Japan das 20. Jahr in Folge Gebietsanspruch auf die südkoreanischen Felseninseln Dokdo erhoben, die es als „Takeshima“ bezeichnet. Darin steht wie im letzten Jahr, dass territoriale Fragen zum japanischen Territorium wie die Nordterritorien (Südkurilen) und Takeshima noch immer ungelöst seien.