Ein hochrangiger nordkoreanischer Diplomat ist Ende letzten Jahres nach Südkorea übergelaufen.
Ri Il-gyu, ehemaliger Botschaftsrat für politische Angelegenheiten der nordkoreanischen Botschaft in Kuba, sei Anfang November mit Frau und Kindern geflohen und habe sich in Südkorea niedergelassen, wurde erst jetzt bekannt.
In einem Interview mit einer südkoreanischen Zeitung nannte er als Fluchtgrund, dass hochrangige Beamte Bestechungsgelder verlangt hätten. Die nordkoreanischen Behörden hätten sich geweigert, ihm wegen seiner Krankheit eine Behandlung zu ermöglichen, hieß es außerdem.
Als das nordkoreanische Schiff Chong Chon Gang 2013 im Panamakanal mit Boden-Luft-Raketen aus Kuba an Bord gestoppt worden war, hatte er mit den panamaischen Behörden über die Freigabe des Schiffs verhandelt.