Im Juni sollen in Seoul neue innerkoreanische Ministergespräche stattfinden.
Bei den nach fast zehnmonatiger Unterbrechung wieder aufgenommenen innerkoreanischen Gesprächen hat der Süden vorgeschlagen, die 15. Regierungsgespräche im Juni in Seoul zu veranstalten. Nordkorea hat darauf positiv reagiert. Seoul hat zudem vorgeschlagen, eine Regierungsdelegation zu den Feierlichkeiten zum Jahrestag des ersten innerkoreanischen Gipfeltreffens am 15. Juni 2000 zu entsenden.
Der südkoreanische Chefunterhändler, Vizevereinigungsminister Lee Bong-jo, schlug zudem vor, um den 15. Juni herum die Verbindung der beiden grenzüberschreitenden Straßen Gyeong-eui und Donghae zu feiern, und im August die elfte Familienzusammenführung zustande zu bringen.
Südkorea hat zudem sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass Nordkorea durch die Erklärung über den Atomwaffenbesitz und die Entnahme von verwendeten Brennstäben aus dem Nuklearreaktor in Yungbyun den Nuklearstreit verschärft habe. Seoul betonte ferner, dass ein nordkoreanischer Atomwaffenbesitz auf keinen Fall toleriert werden könne.
Auf Lees Äußerung über die Nuklearproblematik in seiner Grundsatzrede ist Nordkorea nicht eingegangen. Nordkorea forderte für die Schaffung eines guten Klimas zwischen den Teilstaaten unter anderem, das antikommunistische Nationale Sicherheitsgesetz abzuschaffen und die US-südkoreanischen Militärmanöver einzustellen. Nordkorea hat zudem um Nahrungs- und Düngemittellieferung gebeten, worauf der Süden keine konkrete Antwort gab. Nordkorea hatte im Januar um 500.000 Tonnen Kunstdünger gebeten.
Die dreiköpfige südkoreanische Delegation war mit dem Bus in die grenznahe nordkoreanische Stadt Gaeseong gefahren und gleich nach der Konferenz für die Übernachtung zurückgekehrt. Die Gesprächsrunde soll morgen zu Ende gehen.