Innerkoreanisches
Zeitung: USA wollen erneut über Kommandorecht bei Unruhen in Nordkorea verhandeln
Write: 2005-05-25 18:14:17 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Laut der japanischen Tageszeitung „Nihon Geizai“ will die amerikanische Regierung bald Verhandlungen mit Südkorea aufnehmen, um einen neuen Operationsplan für mögliche Krisenfälle in Korea aufzustellen.
Dem Bericht zufolge wird US-Präsident George W. Bush beim Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsident Roh Moo-hyun im Juni Washingtons Position zum angestrebten Operationsplan 5029-05 verkünden.
Die jüngsten Beratungen zwischen Seoul und Washington über die gemeinsame Operation bei Krisenfällen in Nordkorea waren gescheitert, weil Südkorea auf dem allgemeinen Kommandorecht bei Unruhen in Nordkorea beharrt. Die Operation 5029 beinhaltet ein stufenweises Vorgehen der südkoreanisch-amerikanischen alliierten Truppen im Falle schwerer Unruhen oder eines Regimesturzes in Nordkorea und Massenfluchten von Nordkoreanern. Südkoreas Nationaler Sicherheitsrat spricht sich gegen eine Einmischung der US-Streitkräfte aus, sollte es in Nordkorea zu einer Krise kommen.
Wie die Tageszeitung schrieb, soll der amerikanische Ostasien-Pazifik-Zuständige im Außenministerium, Christopher Hill, bei seinem jüngsten Seoulbesuch um Zusammenarbeit gebeten haben. Einige US-Regierungsvertreter gingen davon aus, so hieß es, dass diese Frage in der Allianz zwischen Seoul und Washington für einen Wendepunkt sorgen werde.
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