Nach der Überarbeitung des Gewerkschaftsgesetzes erwägt jedes dritte ausländische Unternehmen in Südkorea, seine Investitionen zurückzufahren oder sich zurückzuziehen.
Dies ergab eine Umfrage, die der Verband ausländischer Unternehmen in Korea bei 100 Unternehmen durchführte, an denen Ausländer mit Direktinvestitionen beteiligt sind. Laut den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen gaben 35,6 Prozent der Befragten die entsprechende Antwort. 64,4 Prozent antworteten, dass das Gesetz keinen Einfluss auf ihr Geschäft habe.
Die Überarbeitung wird als „Gesetz des gelben Umschlags“ bezeichnet und betrifft Artikel 2 und 3 des Gewerkschaftsgesetzes. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Definition des Arbeitgebers, was eine stärkere Verantwortung des Hauptunternehmers für Arbeitnehmer von Subunternehmen zur Folge hat. Vorgesehen ist auch die Einschränkung von Schadenersatzansprüchen gegen Gewerkschaften oder Arbeitnehmer im Falle eines Streiks.
Bei 53,5 Prozent der befragten Unternehmen haben die Muttergesellschaften ihren Sitz in Europa. 22,8 Prozent haben nordamerikanische Mutterunternehmen, 21,8 Prozent asiatische.