In einem Unterwasser-Bergwerk in Japan, in dem viele zwangsrekrutierte koreanische Arbeiter zur Kolonialzeit tödlich verunglückt waren, wurden Menschenknochen gefunden.
Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch berichtete, habe eine japanische Bürgergruppe am Montag und Dienstag vor Ort Knochen entdeckt. Die Polizei der Präfektur Yamaguchi habe am Mittwoch das Untersuchungsergebnis bekannt gegeben, dass alle vier Knochen menschlichen Ursprungs seien.
Im Kohlebergwerk Chosei im Westen der Präfektur Yamaguchi ereignete sich am 3. Februar 1942 ein Unglück in einem Unterwassertunnel. Bei dessen Flutung kamen 136 Koreaner und 47 Japaner ums Leben. Bislang wurden jedoch keine Überreste von Todesopfern geborgen, auch wurde der Vorfall nie geklärt.
Bürgerorganisationen haben die japanische Regierung um Unterstützung gebeten. Diese beharrt jedoch auf der Position, dass Unterstützung kaum möglich sei. Denn es sei unklar, wo genau sich Überreste befinden könnten, außerdem gebe es keine Sicherheitsgarantie.
Eine südkoreanische Bürgergruppe, die sich für die Rückkehr der Opfer dieses Minenunglücks einsetzt, forderte in einer Erklärung am Vortag die Regierungen beider Länder zum Handeln auf. DNA-Tests, die Suche nach Hinterbliebenen und die Rückführung von Überreste lägen für Bürgergruppen außerhalb des Machbaren, hieß es.