Die südkoreanische Zentralbank hat den Leitzins eingefroren.
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of Korea (BOK) beschloss am Donnerstag, den Schlüsselzins bei 2,5 Prozent zu belassen.
Nach der Senkung um 0,25 Prozentpunkte im Mai ließ die Notenbank das Zinsniveau im Juli und August unangetastet.
Als Grund für die erneute Einfrierung wird vor allem Instabilität des Finanzmarktes vermutet, vor allem Immobilien und Haushaltskredite sind davon betroffen.
Notenbankchef Rhee Chang-yong hatte am 19. August vor dem parlamentarischen Finanzausschuss gesagt, dass nach der Bekanntmachung der Immobilienmaßnahmen der Regierung Ende Juni die Überhitzung des Wohnungsmarkts in der Hauptstadtregion und der Anstieg der privaten Verschuldung anscheinend etwas nachgelassen hätten. In einigen Teilen von Seoul würden die Wohnungspreise aber immer noch stark ansteigen.
Als weiterer Grund wird die Zinsdifferenz zu den USA vermutet, die derzeit mit 2,0 Prozentpunkten so groß wie nie ist. Je niedriger das Zinsniveau in Südkorea verglichen mit den USA, desto größer ist die Gefahr, dass Anlagekapital ins Ausland abfließt, wenn dort höhere Renditen winken. Eine Kapitalabwanderung setzt auch die Landeswährung Won unter Druck.