Südkoreas Regierung will im kommenden Jahr 8,1 Prozent mehr ausgeben.
Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sind Gesamtausgaben von über 720 Billionen Won (518,54 Milliarden Dollar) vorgesehen.
Das Plus von 8,1 Prozent bedeutet außerdem den höchsten Anstieg seit 2022 (damals 8,9 Prozent).
Das Kabinett billigte am Freitag den ersten regulären Etat der Regierung Lee Jae Myung. Der Entwurf soll Anfang September in der Nationalversammlung eingereicht werden. Nach möglichen Änderungen soll er dann im Dezember endgültig verabschiedet werden.
Zur Gegenfinanzierung setzte die Regierung erneut auf Umschichtungen in Höhe von 27 Billionen Won. Mehr als 1.300 Programme, die als nicht unbedingt notwendig oder wenig wirksam galten, wurden gestrichen.
Mit den frei werdenden Mitteln sollen stattdessen Wachstumsfelder wie künstliche Intelligenz (KI) und Forschung & Entwicklung (F&E) stärker gefördert werden. Der Forschungsetat steigt um 19,3 Prozent auf das Rekordniveau von 35,3 Billionen Won.
Der Verteidigungshaushalt, dessen Erhöhung von der US-Regierung unter Donald Trump gefordert wird, steigt um 8,2 Prozent auf 66,3 Billionen Won. Für Gesundheit, Soziales und Arbeit sind um 8,2 Prozent höhere Ausgaben vorgesehen, und zwar 269,1 Billionen Won.