Nach Schätzungen der südkoreanischen Zentralbank ist Nordkoreas Wirtschaft im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie seit acht Jahren nicht mehr.
Das reale BIP Nordkoreas stieg 2024 um 3,7 Prozent auf 36,9654 Billionen Won (26,61 Milliarden Dollar), hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht der Bank of Korea. Das ist der höchste Zuwachs seit 2016 (3,9 Prozent). Die Berechnungen folgen dem UN-System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (SNA).
Die Zentralbank führt den Aufschwung vor allem auf staatliche Binnenprojekte und eine ausgeweitete Kooperation mit Russland zurück. Besonders das verarbeitende Gewerbe, der Bausektor und der Bergbau hätten deutlich zugelegt.
Im verarbeitenden Gewerbe legte die Produktion um sieben Prozent zu, begünstigt durch einen Kapazitätsausbau und höhere Rüstungsexporte. Der Bausektor wuchs um 12,3 Prozent, vor allem dank des Wohnungsbaus.
Für 2024 entfallen auf Bergbau und verarbeitendes Gewerbe zusammen 30,5 Prozent, auf Dienstleistungen 29,8 Prozent und auf Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft 20,9 Prozent.
Das nominale Bruttonationaleinkommen (BNE) wird für 2024 auf 44,4 Billionen Won (31,94 Milliarden Dollar) geschätzt. Das sind rund 1,7 Prozent des südkoreanischen Niveaus. Das BNE je Kopf liegt bei 1,719 Millionen Won (1.237 Dollar), das entspricht etwa 3,4 Prozent des südkoreanischen Vergleichswerts (50,12 Millionen Won).