Innerkoreanisches
US-Experten: Kim Jong-il überreichte 2002 persönliches Schreiben für Bush
Write: 2005-06-23 21:15:12 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nach Behauptungen von amerikanischen Koreaexperten hat sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il im Jahre 2002 in einem persönlichen Schreiben an US-Präsident Bush mit dem Atomproblem auseinander gesetzt.
Der frühere US-Botschafter in Südkorea Donald Gregg und der Journalist und Koreaexperte Don Oberdorfer von der John Hopkins University berichteten dies in ihrem Beitrag für die US-Zeitung „Washington Post“. Als sie zusammen mit dem damaligen US-Unterstaatssekretär für Ostasien und Pazifik James Kelly im November 2002 Pjöngjang besucht hatten, hätten sie ein Schreiben von Kim an Bush erhalten.
Darin habe Kim die Bereitschaft erklärt, den Anforderungen des neuen Jahrhunderts entsprechen und nach einer Lösung in der Atomfrage suchen zu wollen. Bedingung sei, dass die USA Nordkoreas Souveränität anerkennen und den Nicht-Angriff zusichern. Sollten die USA eine kühne Entscheidung treffen, werde Nordkorea dementsprechend antworten.
Der nordkoreanische Machthaber habe auch die Existenz eines Urananreicherungsprogramms in seinem Lande nicht geleugnet, hieß es weiter. Die US-Regierung habe jedoch auf das Schreiben Kim Jong-ils nicht reagiert. Daraufhin habe Nordkorea drastische Maßnahmen ergriffen, darunter der Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag, hieß es.
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