Vereinigungsminister Chung Dong-young strebt nach nachhaltigen Lösungen für humanitäre Probleme zwischen beiden Koreas.
Chung kündigte unter anderem an, bei den geplanten Rotkreuzgesprächen im August Diskussionen über südkoreanische Kriegsgefangene sowie Entführte im Norden einzuleiten. Darüber hinaus wolle er einen institutionellen Rahmen für die Lösung der Problematik der getrennt lebenden Familien schaffen. Videoschaltungen zwischen Familien im Süden und Norden und der Bau eines Treffpunktes sollten vorrangig vorangetrieben werden. Zu den Videoschaltungen seien am 29. Juni im nordkoreanischen Gaeseong Arbeitsgespräche geplant.
Der Minister äußerte auch den Willen der südkoreanischen Regierung, die vereinbarten innerkoreanischen Wirtschaftsprojekte noch schneller voranzutreiben. Bei den 10. innerkoreanischen Wirtschaftsgesprächen vom 9. bis 12. Juli müssten Details ausführlich besprochen werden. Dazu gehörten unter anderem das In-Kraft-Treten von Vereinbarungsdokumenten über neun Wirtschaftsprojekte, die Einrichtung eines Büros für die Wirtschaftskooperation und die Einweihung innerkoreanischer Straßen, einschließlich deren Nutzung zu Testzwecken.