In den Monsungebieten in Asien ist die Zahl der Hitzetage in den zurückliegenden zehn Jahren deutlich gestiegen.
Das ergab eine Studie von Forschern des Gwangju Institute of Science and Technology (GIST), wie dieses am Mittwoch mitteilte.
Ein Team um Professor Yoon Jin-ho von der Abteilung für Umwelt und Energietechnik hatte sich eingehend mit Hitzewellen in Asien befasst. Demnach gab es in dem zurückliegenden Zehnjahreszeitraum im Jahresschnitt 1,95 Tage mehr, an denen „feuchte Hitze“ herrschte.
Diese ist durch hohe Temperaturen und eine gleichzeitig hohe Luftfeuchtigkeit gekennzeichnet. Seit 2000 stieg die Zahl solcher Tage schneller als die der Tage mit gewöhnlicher Hitze.
In trockenen Gebieten wie Zentral- und Westasien gab es hingegen im Jahresschnitt 2,05 Tage mehr mit „trockener Hitze“.
Laut dem Forschungsleiter Yoon handelt es sich um die erste kontinentale Analyse, für die Hitzetage in ganz Asien quantitativ erfasst wurden und damit auch der komplexe Zusammenhang von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Als Reaktion auf das Ergebnis der Studie forderte er Klimamaßnahmen, die auf die klimatischen Merkmale jeder Region zugeschnitten sind.
Die Studie wurde am 14. Oktober in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Climatic Change“ veröffentlicht.